2026-10-15
Mit der Sportbahn Alt St. Johann geht es um 8:45 Uhr gemütlich hoch und direkt in Berggasthaus Sellamatt zu Kaffee und Gipfeli. Es herrscht aufgelockerte Stimmung, frohes Wiedersehen, Kennenlernen und es gibt viel zu plaudern auch auf dem Weg bis zur Alp Hinterlücheren. Dann wird es steiler und die meisten Gespräche verstummen. Tourenleiter Kurt Rohner strebt mit forschem Schritt aus dem lichten Bergwald zu den noch steileren felsdurchsetzen Wegen.
Nach der Verzweigung rechts Zuestoll und links Schibenstoll turnen wir manchmal zwischen hellen Kalkfelsen mit vielen versteinerten Muscheln und bewimperten Alpenrosen am Wegrand.
Nun wird es alpin, ausgesetzt. An einigen Stellen müssen «die Hände aus dem Sack» genommen werden. Herumschauen und gleichzeitig laufen geht bei ausgesetzten T3 - Wegstücken nicht.
Leichter wird es, als wir auf dem Gipfelplateau laufen. Dort finden wir auch die rostblättrige Alpenrose, die saure, Böden braucht, weil es dort eine Schicht der braunen, kalkarmen Garschella Formation hat.
Um 12:15 Uhr erreichen wir den Gipfel 2235 m und geniessen kurzärmelig die Tiefblicke auf Walensee, Oberes Toggenburg und den Ausblick auf viele Berge 360 Grad rundum.
Als wir um 13 Uhr den Abstieg beginnen, heisst es bald wieder: Aufpassen. Obwohl es nicht richtig nass ist, klebt doch Erde an den Schuhsohlen und die Felsen können rutschig sein.
Mit einer Pause unten am Schibenstoll stärken wir uns für das letzte einfachere Teilstück zum Zinggen und zum Restaurant Selamatt.
Um gut 15 Uhr sind 15 zufriedene BergsteigerInnen in der Gartenwirtschaft zu sehen.
Kurt, Du hast uns einen wunderbaren Bergtag, incl. Schönwetter organisiert. Für einige Teilnehmende war es sogar ihre persönliche Erstbesteigung dieses Churfirstens.
TeilnehmerInnen: Brigitta, Pia, Lydia, Klara, Trudi, Heidi, Maja, Adrian, Franz, Martin, Peter, Sepp, Walter, Kurt (Tourenleiter), Reini.
Bericht: Reini Wick
Bilder Adrian Kälin