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Züsler Highway 04.10.2026

2026-10-06

Der Name dieser spektakulären Route ist durchaus Programm. Jedes Jahr am 1. August nehmen, wenn es das Wetter denn erlaubt, jeweils etwa 25 Enthusiasten aus Walenstadt diesen spektakulären Pfad unter die Füsse, um vom Gipfel des Zuestoll ein feuriges Spektakel über die Felswände hinunter zu veranstalten. Tourenleiterin Melanie und ich durften anlässlich der Jubiläums-Feuer auf den Churfirsten schon einmal hautnah Zeugen dieser eindrücklichen Aktion sein. Selbstverständlich steigen die Akteure diesen T5-Steig anschliessend in der Dunkelheit auch wieder ab.

  Zu Zehnt reisten wir am Sonntagmorgen mit ÖV nach Walenstadtberg, Reha-Klink und starteten kurz vor neun zur Wanderung. Den weiten Umweg zum Hochrugg und vorbei am Denkmal Paxmal schenkten wir uns, zweigten stattdessen früh ab auf einen inoffiziellen, aber guten Pfad zum Stöggwald hinauf, wo wir wieder auf den blauweiss markierten Sitzsteiweg stiessen. Ab hier ging’s nun steil und felsig, aber genussreich in die Höhe auf ein Plateau nahe Paliis. Praktisch in der Falllinie zum Brisi führte der Pfad nun schweisstreibend bis unter den Fuss an dessen senkrechter Südwand. Ein paar äsende Gämsen in nicht allzu weiter Distanz sahen sich nicht zur Flucht veranlasst und von oben aus der jähen Felswand beäugten uns gelassen ein paar Steingeissen mit ihren Kitzen. Deren Anblick in dieser Exponiertheit liess uns mehr oder wenig sprachlos und voller Bewunderung und etwas Neid über ihre Kletterkünste zurück. Die folgende recht ausgesetzte und aussichtsreiche Querung endete bei einem luftigen, aber gut abgesicherten Kraxelteil direkt hinauf zur Paliis Nideri auf 2009 m. Die Szenerie mit Blick zu den schroffen Wänden und Türmen, zum See und in die Ferne war herrlich, die Luft spätsommerlich warm. Die Gruppe funktionierte ausgezeichnet und war zügig unterwegs, für Gespräche war aber für die Meisten immer noch genug Atemreserve vorhanden. Auf der Nordseite im Abstieg ins Brisital änderten sich die Verhältnisse, es war teilweise feucht und glitschig auf dem Kalk. Beim Abzweiger zum Zuestoll wollte niemand schon weiter absteigen, Zeit war auch noch genug, also nahmen alle die ca. 400hm in Angriff und wurden bald mit einem weiteren Gipfelerlebnis belohnt. Allein ist man auf dem Zuestoll an einem schönen Wandertag aber schon lange nicht mehr, eher schon fühlt man sich auf einer Völkerwanderung, Instagram & Co lassen grüssen. Der Abstieg forderte vor allem im unteren Teil noch einmal Konzentration, es war dann doch ziemlich „schmierig“. Eine Glacé oder ein Most bei der Alp Hinterlücheren hielt die Stimmung weiterhin hoch und die gemütliche Fahrt mit der Sesselibahn ins Tal bildete das Sahnehäubchen auf einen herrlich gelungenen Bergtag. Allen Mitwandernden ein Kränzchen für die tolle Kameradschaft und an Melanie ganz speziell einen herzlichen Dank für die Idee zu dieser Tour und die kompetente und souveräne Leitung. Bericht: Sepp Meier

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