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Vom Klöntal ins Muotatal

2026-09-17

Die achtzehn Seniorinnen und Senioren (leider mussten sich einige abmelden) fahren von Wattwil über Uznach, Ziegelbrücke nach Glarus und von da in einem vollbesetzten Postauto ins Klöntal. Eine schöne Fahrt dem Klöntalersee entlang bis nach Richisau.

Beim obligaten Einstiegs Kaffee mit Gipfeli im Gasthaus Richisau erzählte uns der Wirt viel Interessantes zum Ort mit diesem komischen Namen:

  • Sicher hat der Name nichts mit ‘reich’ und ‘Sau’ zu tun. Es war die Au von Richi. (Damals kannte man den Genetiv noch!)
  • Richisau ist ein geschichtsreiches Gebiet. Erste Erwähnung um 1531. Es ging viel um die Grenzziehung zwischen Schwyz und Glarus.
  • Bäume, Bergluft und Stille liessen den Ort zu einem Erholungs- und Kultur-Ort werden. Es gibt einen grossen Kulturpfad, auf dem man Kunstwerke von vielen Künstlern sehen kann. Der erste war Albert Heim und ein noch lebender Künstler ist Roman Signer. (Eine Besichtigung würde sich auf jeden Fall lohnen.)
  • Nicht mit kapitalistischer Absicht, sondern um die Gegend zu erhalten, kaufte die Familie Kamm-Menzi viel Land.
  • Ein Detail: Auf einem 400 Jahre alten Ahornbaum haben zwei Tannenbäumchen Nahrung genug gefunden und wohnen nun in Symbiose mit dem Ahorn.

Dann ging’s los. 500 m Höhendifferenz bis zum Pragelpass. Teilweise auf dem Weg, den der russische General Suworow mit seiner Armee benutzte. Nur hatten wir bedeutend friedlichere Absichten als er.

Im Berggasthaus Pragelpass erlabten wir uns an einer fantastischen Kürbiscreme-Suppe mit weissem Sahnehäubchen. Nur: erwartet haben wir eine währschafte Gerstensuppe. Diese Bestellung von Niklaus ist wahrscheinlich im digitalen Dickicht versunken!

Eine wunderbare Wanderung hinunter nach Muotathal mit 1000 m Höhendifferenz führte annähernd 2 km lang über einen Plattenweg, den Niklaus uns als Dessert-Passage anpries. Grosse, schwere Steinplatten wurden vor 50 Jahren aus der grossen Geröllhalde unterhalb des mächtigen Forstberges zu einem Sandalen-fähigen Weg zusammengefügt. Dunkler bis schwarzer Stein, wie Schiefer, der aber vom Kalkberg stammt.

Es ging laaaange hinunter, die ‘Knies’ machten sich bemerkbar. Doch das Bier vor der Rückfahrt liess das vergessen.

Eine sehr schöne Wanderung mit guter Stimmung und unter kompetenter Führung von Niklaus.

Vielen Dank!


Bericht: Klaus Zemp

Bilder: Ruedi Flotron

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