2026-08-16
## Freitag, 14. August: Heisser Aufstieg ins ewige Eis:
Unsere Dreitagestour startete bei heissem Sommerwetter direkt im sonnigen Grächen. Über abwechslungsreiche Bergwege wanderten wir taleinwärts in Richtung der mächtigen Gletscherwelt. Der steile Hüttenaufstieg forderte bei den hohen Temperaturen unsere Kondition ordentlich heraus.
Eine willkommene Abkühlung bot uns die ausgiebige Rast beim imposanten Gletschertor des Riedgletschers. Bevor wir noch die letzten Höhenmeter bis zur Bordierhütte SAC auf 2886 Metern aufstiegen, wo wir übernachteten.
## Samstag, 15. August: Gipfelsturm unterm Sternenhimmel:
Der Wecker riss uns früh aus den Betten. Noch in der Dunkelheit brachen wir mit unseren Stirnlampen auf. Über uns spannte sich ein grandioser, sternenklarer Himmel auf, während wir unsere Tritte im steilen Blockgelände konzentriert setzten.
Kurz nach Sonnenaufgang standen wir auf dem Gipfel des Gross Bigerhorns auf 3625 m ü. M. Belohnt wurden wir für alle Mühen mit einer wunderbaren Aussicht auf die Walliser 4000er, die im warmen Morgenlicht erstrahlten. Die mächtige Mischabelgruppe direkt vor unseren Augen und das eindrückliche Weisshorn zeigten sich von ihrer allerschönsten Seite.
Satte 2000 Höhenmeter Abstieg lagen vor uns und noch ein kleiner Gegenanstieg aufs kleine Biegerhorn. Nach dem felsigen alpinen Gelände säumte schliesslich eine historische Suone unseren Wanderweg. Das sanfte Plätschern der traditionellen Wasserleitung begleitete uns auf den letzten Kilometern zurück nach Grächen. Nach diesem langen, intensiven Tag dislozierten wir ins Mattertal nach Herbriggen, wo wir übernachteten und den Tag gemütlich Revue passieren liessen.
## Sonntag, 16. August: Hängebrücke, süsse Belohnung und wilde Begegnungen:
Heute Morgen starteten wir zu unserem finalen Tourentag. Es folgte ein angenehmer Aufstieg durch den schattigen Lärchenwald hinauf zur imposanten Charles Kuonen Hängebrücke. Das Begehen der längsten Fussgänger-Hängebrücke der Alpen war ein echtes Erlebnis!
Danach gönnten wir uns eine verdiente Rast bei frischem Aprikosenkuchen und genossen dabei noch einmal die wunderschöne Aussicht zum Weisshorn, Breithorn und den umliegenden Gipfeln. Beim anschliessenden Abstieg nach Randa erwartete uns ein weiteres Highlight: Eine Gruppe von Steinböcken präsentierte sich majestätisch und posierte im Gelände.
Der krönende Abschluss war die kurzweilige Heimfahrt im Zug, die wir uns mit einem geselligen Kartenspiel verkürzten. Müde, aber reich an unvergesslichen Eindrücken, blicken wir auf eine rundum gelungene Tour zurück.
Ein riesengrosses Dankeschön an Regula für die ausgezeichnete Vorbereitung und rundum perfekte Durchführung dieser fantastischen Tour.
Text: Alice