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Tamierhorn - Basòdino

2026-08-17

Basodino

Zu acht, unter der Leitung von Sepp Meier, starteten wir am Freitag in Roseto zur dreitägigen Basodino-Tour. Unser erstes Ziel war die Capanna Piano delle Creste, wo wir beide Nächte verbringen würden.

Der Aufstieg zur Hütte war vor allem eines: **steil und heiss**. Entsprechend beliebt war jede Wasserquelle am Weg. Wir tranken ausgiebig und gönnten uns ungefähr jede Stunde eine Pause. Für zusätzliche Verpflegung sorgte die Natur mit Heidelbeeren und Himbeeren direkt am Wegesrand.

Bei der Hütte angekommen, teilte sich die Gruppe: Einige nutzten die Gelegenheit für ein Bad im See, andere entschieden, dass der Weg bis zur Hütte für heute sportlich genug gewesen war. Am Abend wurden wir mit feinen vegetarischen Pizzoccheri belohnt.

### Über Tamierhorn zum Basodino

Am Samstag klingelte der Wecker früh: Um 5.45 Uhr machten wir uns bei perfektem Wetter auf den Weg. Zunächst folgten wir dem Wanderweg Richtung Tamierpass. Danach wurde es zunehmend steiniger. Der Aufstieg zum Tamierhorn führte durch mühsames Geröll, wurde unterwegs aber durch eine besondere Wasserquelle aufgelockert, die scheinbar direkt aus einer grossen Felsplatte sprudelte.

Vom Tamierhorn ging es kraxelnd weiter Richtung Passo d’Antabia. Von unten hatte das Gelände durchaus respekteinflössend ausgesehen – beim Klettern stellte es sich dann zum Glück als deutlich harmloser heraus.

Ab dem Pass folgten wir mehrheitlich dem Grat Richtung Basodino. Einige exponierte Stellen galt es zu überwinden, teilweise konnte man auch in die Flanke ausweichen. Alle meisterten die Passagen souverän.

Dazu gab es Panorama satt: Der Blick reichte bis zu den Berner und Walliser Viertausendern. Auch der Basodino-Gletscher lag eindrücklich unter uns – allerdings leider komplett aper und damit gleichzeitig schön und etwas ernüchternd anzusehen.

Um **11.15 Uhr** erreichten wir den Gipfel des Basodino. Dort folgte der für mich schönste Moment der Tour: unser gemeinsamer Gruppen-Hock auf dem Gipfel. Rund eine halbe Stunde genossen wir Aussicht und Mittagessen – Letzteres für einige inzwischen mindestens ebenso wichtig wie das Panorama.

Eine kleine Besonderheit des Tages durfte natürlich nicht fehlen: Wir hatten gleich **zwei Marias** in der Gruppe, und ausgerechnet an diesem Samstag war Maria Himmelfahrt. Eigentlich beste Voraussetzungen für einen besonders herzlichen Empfang. Sepp hatte noch vom Vorjahr geschwärmt, als die Gruppe mit einem riesigen Welcome-Apéro-Plättli begrüsst worden war. Dieses Jahr blieb die himmlische Gastfreundschaft allerdings etwas zurückhaltender. Selbst der fürs Frühstück erhoffte und extra erfragte Käse wollte sich nicht materialisieren.

### Granitplatten, Gletscher und viel Geröll

Vom Gipfel führte zunächst ein besonders schöner Abschnitt über grosse, feste Granitplatten hinunter. Hier machte das Abklettern richtig Spass.

Auf dem aperen Gletscher war dann mehr Aufmerksamkeit gefragt. Ohne Steigeisen mussten wir vorsichtig gehen, zusätzlich lagen einige lose Blöcke herum. Danach wurde der Abstieg zunehmend lang und mühsam. Mithilfe von Ketten ging es eine Rinne hinunter, anschliessend folgten noch reichlich Schutt und Geröll.

Um etwa **15 Uhr** waren wir zurück bei der Capanna Piano delle Creste – ziemlich verdurstet, aber sehr glücklich.

### Badepause vor dem Regen

Am Sonntag stand nur noch der Abstieg nach Foroglio auf dem Programm. „Nur noch“ war allerdings relativ: Der Weg war lang und steil, nach dem intensiven Vortag konnten wir ihn aber gemütlich angehen.

Bei den **Laghi della Crosa** legten wir nochmals eine ausgiebige Badepause ein. Das Wetter hatte bis dahin drei Tage lang bestens mitgespielt. Erst für die letzten zehn Minuten entschied es sich, uns doch noch gründlich zu duschen, und wir erreichten Foroglio im kräftigen Regen.

Damit ging eine abwechslungsreiche Tour mit viel Sonne und Hitze und vor allem einer tollen Gruppe zu Ende.

Vielen Dank an Sepp für die Organisation und Leitung dieser schönen Tour! 

Bericht: Maria Putinseva

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