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Tödi, Piz Russein

2026-08-13

Auf der Camona da Punteglias sind diesen Sommer zum letztenmal Brigitte und Ruedi Gastgeber. Ein Grund mehr, den Tödi noch einmal von der Bündnerseite aus zu besteigen und die Gastfreundschaft in der gemütlichen Hütte ausgiebig zu geniessen. Die illustre 8er- Gruppe reiste mit ÖV nach Brigels und startete dort die gemütliche Wanderung über Alp Schlans, Alp Punteglias, wo sich dann Alle noch ins Gstältli zwängten und den kurzweiligen Klettersteig zur Hütte genossen. Die hartgesottensten Damen, liessen es sich dort nicht nehmen, im eisigen Gletscherbach zu planschen. Nach einer kurzen Nacht gings bei mildem Mondlicht Richtung Fuorcla da Punteglias und weiter zu den kläglichen Resten des Glatscher da Gliems, der auch schon weit hinauf ausgeapert war. Wider Erwarten überraschte ein kurzer Hagelschauer die Gruppe mit einem unangenehmen Peeling. Über den Firn seilten wir an, später der Kette nach die unangenehme Porta da Gliems hinauf, blieb das Seil wieder im Rucksack, weil es in dem schuttigen „G’nöder“ mehr hinderlich als nützlich war. Der weite Kessel des Bifertenfirn erwartete uns düster und neblig. Sollte uns wieder einmal die sonnige Aussicht am Gipfel verwehrt bleiben? Stetig, wenn auch mit etwas ungeplanter Verzögerung strebten die Seilschaften dem Gipfel zu. Je näher dieser kam, desto versöhnlicher lichtete sich der Nebel und gab die Sicht auf die gigantische Bergwelt frei. Um 09:30 standen Alle glücklich auf dem Gipfel und genossen den Erfolg.

Der Abstieg ist bekanntlich gleich weit wie der Aufstieg. Der lange Hatsch über den nun noch sumpfigeren Firn und die aufkommende Hitze zehrte an den Kräften. Nach nochmaliger Gedulds- u. Konzentrationsübung hinunter über die Porta da Gliems konnte man sich vom Eisen-u.Seilzeugs befreien und die kurzen Hosen montieren. Auf dem weiteren Rückweg faszinieren dort immer wieder die vielfältigen Gesteine mit ihren Farben und Formen. Der Blick in den riesigen Schwemmkessel und hinüber zum Ziel des Folgetags, der Barcun Frisal sut war eindrücklich und respekteinflössend. Nach einer weiteren, etwas längeren Nacht gings am hellen, frischen Morgen hinein in den Schwemmkessel und dann stramm hinauf zur Barcun. Noch einmal war Konzentration und Vorsicht gefragt um nicht auszurutschen und möglichst keinen Steinschlag auszulösen. Am Übergang erwartete uns strahlender und wärmender Sonnenschein. Der Blick nach Osten, bis ans Ende des Val Frisal, über 5km Luftlinie entfernt. Munter gings erst durch staubigen Schutt, angenehmen Firn und später mühsameres Blockgelände hinunter. Zur Linken die eindrücklichen Bänder des Bifertenstock, zur Rechten die Brigelser Hörner. Auch hier schwinden die letzten Hängegletscher beängstigend schnell. Nach einer ausgiebigen Mittags- u. Eiswasser-Badepause erreichte die Gruppe gesund und um viele schöne Eindrücke reicher wieder Brigels, wo nach einer Einkehr zu köstlicher Glace der Bus uns wieder der Zivilasation zuführte.

Vielen Dank Allen für die tolle Kameradschaft und Geduld, Nick speziell für die kompetente Führung einer Seilschaft. Es hat Spass gemacht, euer TL Sepp

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