2026-07-09
Neun Seniorinnen und Senioren machen sich früh am Morgen auf den Weg ins Bündnerland. Die Reise dauert fast 3 Stunden, aber spätestens ab Landquart wird aus der Anreise eine Genussreise: Die Fahrt durchs Prättigau. Allerdings müssen wir diese ganz unerwartet mit einem Spurt verdienen: Der IC 3 von Sargans nach Landquart fällt aus, die nächste S-Bahn kommt nur 2 Minuten vor Abfahrt der RhB von Landquart Richtung Davos an… ob das reicht? Es reicht!!
Von Davos Glaris bringt uns die Seilbahn nach Jatzmeder (2053m). Hinweise auf die Bedeutung dieses Flurnamens, «eingegrenzte, eingezäunte Mähwiese», sind heute nicht mehr vorhanden, hingegen ein Bergrestaurant das wir für den gewohnten Startkaffee mit Zubehör besuchen und die üblichen technischen Einrichtungen eines Skigebietes.
Auf der Alpstrasse wandern wir, fast ohne Steigung, bis Äbirugg und von dort steil hinauf auf den Hubel (2281m). Bereits hier geniessen wir die Aussicht ins Tal und auf die Berge im Westen.
Die nächsten 250 Höhenmeter bis zu unserem Ziel, dem Rinerhora (2528m), sind ziemlich anstrengend. Belohnt werden wir mit einer überwältigenden Rundumsicht auf die Bündner und Vorarlberger Gipfel. Der markante, kegelförmige Berg hat seinen Namen von «Rin» (Rhein). So nannten die Menschen früher die Flüsse Landwasser, Sertigbach und weitere grössere Gewässer in seiner näheren Umgebung.
Verpflegt und ausgeruht begeben wir uns auf die zweite Etappe unserer Rundtour: Der Gratweg zum Marchhüreli und der Abstieg erfordern unsere ganze Aufmerksamkeit.
Ein breites Feld mit verschieden grossen Felsblöcken liegt nun vor uns. Den Markierungen folgend, hüpfend und balancierend überqueren wir diese Ablagerungen eines früheren Bergsturzes. Nach der Felslandschaft geht es deutlich bequemer über Alpweiden abwärts. Masten und Seile einer Liftanlage erinnern daran, dass wir uns in einem Skigebiet und hier wahrscheinlich auf einer Piste befinden.
Zum Ausgangspunkt, dem Berggasthaus und der Seilbahnstation, ist es nun nicht mehr weit.
Beides ist uns jetzt sehr willkommen: Zuerst den Durst löschen, dann gemütlich ins Tal hinunter gondeln!
Vielen Dank, Monika, für diesen schönen Wandertag.
Bericht: Ruedi Flotron
Bilder: Ruedi Flotron, Monika Stalder