2026-06-18
... "abenteuerlicher Aufstieg", "nur für Schwindelfreie", "wunderschöne Blumenwelt" - die vorgängig der Bergtour auf den Nüenchamm erhaltenen Informationen klangen äusserst verlockend. Auch war für diesen Tag viel Sonnenschein vorhergesagt. Insgesamt vermochten 13 Seniorinnen und Senioren, unter der Leitung von Marlis Rohner, diesen verlockenden Aussichten nicht zu widerstehen.
Ein Kleinbus brachte uns bequem vom Bahnhof Näfels-Mollis hinauf zu unserem Ausgangspunkt, dem Naturfreundehaus Fronalp 1389 m, wo wir ein erstes Mal die herrliche Aussicht in die Glarner Bergwelt geniessen durften - und natürlich auch einen Kaffee.
Die erste Wegetappe führte uns mehrheitlich durch Wald und leicht abwärts zum Hofalpli 1343 m, das wir nach knapp einer Stunde erreichten. Trinkpause und etwas Mentalvorbereitung waren angesagt, denn nun ging es steil die Bergflanke hinauf. Ein schmaler Pfad, links und rechts gesäumt von herrlicher Alpenflora, führte uns hinauf zum Fedensattel 1703 m. Von direkt gegenüber grüsste der markante und mächtige Mürtschenstock.
Da der Weg ab dem Fedensattel zum Leiststock anspruchsvoller wurde, teilten wir uns in zwei Gruppen auf. Marlis ging mit der ersten Gruppe voraus, mit etwas Abstand folgte Klara mit der zweiten Gruppe. Kurz nach dem Fedensattel (und als Einstimmung auf den als T4 markierten Gratweg) galt es eine Art Kamin hochzukraxeln. Alsdann führte uns der teilweise sehr ausgesetzte Gratweg in einem stetigen Auf und Ab bis zu einem steilen Grashang. Für die sichere Querung dieses Grashanges konnten wir die angebrachten Ketten beanspruchen.
Alsbald gelangten wir zum eigentlichen Herzstück des Leiststock-Gratweges: ein fast senkrechter Anstieg, rund 30 Höhenmeter hinauf, ebenfalls mit Ketten gesichert, musste überwunden werden. Schlussendlich meisterten wir das alle. Punkt 12.00 Uhr erreichten wir den Leiststock, wo wir etwas unterhalb des Gipfels 1830 m Mittagsrast einlegten, und nun das Tagesziel, den Nüenchamm, direkt vor uns hatten.
Nach der Verpflegungsrast war es nicht mehr weit. Der Weg zum Nüenchamm bot keine Schwierigkeiten mehr, wenn auch nochmals ein steiler Schlussanstieg zu bewältigen war. Nach rund einer halben Stunde standen wir auf dem Gipfel des Nüenchamms 1903 m, und genossen den herrlichen Blick auf Walensee und Churfirsten.
In Anbetracht des sehr warmen Wetters nahmen wir schon bald den Rückweg in Angriff, und freuten uns im Voraus auf einen kühlen Trunk im Bergrestaurant. Der Abstieg über den Pfandliboden hinunter ins Habergschwänd 1278 m führte uns erneut vorbei an wunderschöner Alpenflora.
Zu guter Letzt brachte uns dann der Sessellift in gemütlicher Fahrt vom Habergschwänd hinunter nach Filzbach.
Herzlichen Dank Marlis und Klara, es war eine "coole" Tour.
Bericht: Adrian Kälin
Bilder: Adrian Kälin, Marlis Rohner