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Jurawanderung, 2. Tag

2026-06-19

Untergrenchenberg-Frinvillier-Tubelochschlucht

Dank der Überredungskunst von Monika können wir schon um 8 Uhr statt erst um 9 Uhr frühstücken. Wir geniessen es auf der Terrasse. Wie schon das Abendessen ist auch das Frühstück von den jungen Gastgebern mit feinen Zutaten und viel Liebe zubereitet worden.

Leider verstecken sich auch heute die Alpen im Dunst.

Auf dem Jura Höhenweg wandern wir  - meist abwärts - Frinvillier zu – über typische Jura Alpweiden mit Gelbem Enzian, alten Buchen und Eschen und durch schattige Wälder mit Türkenbund Lilien. In einem Bauerngarten entdecken wir grosse Drahtkugeln, die sich bei näherer Betrachtung als Stacheldrahtkugeln entpuppen – ein gutes Beispiel von Upcycling.

Das Überschreiten des Röstigrabens – zwischen Solothurn und dem französischen Teil von Bern – halten wir mit einem Gruppenfoto fest. Nach dem Picknick bei Plagne verlassen uns zwei Wanderinnen und fahren direkt nach Hause.

Je tiefer wir kommen desto heisser wird es. Zum Glück ist der grössere Teil des Weges im Wald.  Endlich sind wir in Frinvillier. Nach ein paar hundert Metern Asphalt lassen wir uns mit Erleichterung und Freude im «Restaurant des Gorges» unter schattigen Bäumen nieder und geniessen die kühlen Getränke.

Jetzt liegt noch das Tüpfchen auf dem i vor uns: die wildromantische Tubelochschlucht. Zuerst sanft, dann wild schäumend stürzt sich die «La Suze» die Schlucht hinunter und bietet eindrückliche Tiefblicke.

Rechtzeitig sind wir an der Bushaltestelle in Biel. Leider hat der Bus Verspätung und der (frühere) Zug fährt uns vor der Nase ab. So sind wir wie geplant um 19.30 Uhr in Wattwil. Nachdem wir in Zürich ein fürchterliches Gewitter durchfahren haben, regnet es im Toggenburg nur ganz sanft.

 

Herzlichen Dank Monika und Ruedi für die eindrückliche Zweitageswanderung.

 

Bericht: Marie-Louise Simmen

Bilder: Ruedi Flotron

 


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