2026-06-11
Zu einer Genusswanderung von Unterägeri nach Zug hat uns Rosmarie eingeladen. Badehosen nicht vergessen, stand im Bestätigungsmail. Mehr dazu später. 18 Personen machten es sich für Kaffee und Gipfeli im Seminarhotel mit Blick auf den Ägerisee gemütlich. Leider war es zu kühl auf der grosszügigen Terrasse.
Auf dem Alpenpanoramaweg führt der Weg über die Lorze durch das Dorf und an Bauernhöfen vorbei über Feuchtgebiete, Felder und Weiden bis Brunegg, wo Agnes geduldig auf uns wartete. Es war Zeit für unser Picknick. Vier entschieden sich dann nach Neuägeri abzusteigen. Wir andern wanderten ansteigend zum höchsten Punkt auf 850 m.ü.M. Für ein kurzes Wegstück kamen sogar die Regenutensilien zum Einsatz. Ein Weitblick ins Zugerland mit See und Stadt macht diesen Panoramaweg lohnend.
Wenig später ein grosses Getreidefeld. Auf der angebrachten Infotafel war zu lesen, dass das Getreide sich Triticale nennt, noch nie gehört! Es ist eine Kreuzung von Weizen aus weiblichem und Roggen als männlichem Partner. Hier wird es als wertvolles Viehfutter angebaut. Die Wintersaat erlaubt eine frühe Ernte.
Schon nahe der Stadt erreichten wir die St. Verenakapelle. Zeit für eine Pause! Die kurz vorher an einem Stand gekauften Kirschen, 5 Franken das Kilo, wurden herumgeboten.
Die Kapelle, ein Barockbau, wurde 1705/10 errichtet. Die alte Zuger Familie Brandenburg war Stifterin des viel besuchten Heiligtums. Verena bedeutet die Behutsame. 250 n. Chr. in Theben in Oberägypten geboren, folgte sie ihrem Verlobten und Soldaten der thebäischen Legion ins Heilige Land, weiter führte der Weg der Armee über Anatolien, Mazedonien und die lombardische Ebene nach Mailand, wo ihr Verlobter ums Leben kam. Fortan kümmerte sie sich um Arme und Notleidende. Das Grab der heiligen Verena liegt in der Stiftskirche in Bad Zurzach, wo sie einmal wirkte.
Wir erreichten die Stadt und der Wanderweg führt direkt an den See. Wer hat die Badehose im Gepäck? Es waren nur zwei Mutige, Rosmarie und Catherine, die sich ins kühle Nass wagten. Chapeau! Wir anderen warteten mehr oder weniger geduldig auf der Mauer, schliesslich war das Ziel, wenn schon in Zug, ein Stück Kirschtorte zu geniessen.
Danke Rosmarie, es war ein Genuss!
Bericht: Monika Stalder
Bilder: Ruedi Flotron, Eva Hehli