2026-05-28
Ab Wattwil verteilten sich die 36 Unternehmungslustigen auf die reservierten Plätze des Schnellzuges. Ein frohes Wiedersehen, allerlei Gespräche, Bewunderung für die vorbeifliegende Landschaft, Umsteigen und schon trafen wir in Fläsch ein. Nach der Begrüssung durch die Leiterinnen der beiden Wanderungen, nämlich Elisabeth Künzle und Monika Stalder, konnten wir um 9 Uhr loslaufen. Über sanfte Wege, mehrheitlich durch schattigen Wald, begleitet von Vogelgesang, sogar von einem Gartenrotschwanz, erreichten wir nach einer Stunde den Landgasthof St. Luzisteig. In der Gartenwirtschaft stärkten wir uns mit Getränken und Gipfeli. Ein Besuch der Kapelle mit den alten Fresken war möglich, weil Co-Leiter Ruedi Flotron den Schlüssel dazu organsierte.
Nun trennten sich die beiden Wandergruppen. 13 Wanderlustige hatten sich für die einfachere Tour mit Weiterweg hinunter nach Maienfeld angemeldet. Der Bericht über ihre Tour ist separat zu lesen. 23 Personen strebten unter Leitung von Monika Stalder opsi, der Walsersiedlung Guscha entgegen. Einige WanderInnen konnten im Wald einen Schwarzspecht hören und sehen. Von der Tollkirsche hatte es selten grosse Bestände. Beim Guschaturm erklärte uns Ruedi einiges über die Geschichte des Turms. Er wird häufig als "Hungerturm" bezeichnet. Dieser Name stammt aus der Zeit der Internierung der Bourbaki-Armee im Jahr 1871, als der Turm als Gefängnis diente und Gefangene dort in Vergessenheit gerieten. Bis man das Fehlen bemerkte, waren sie verstorben, so die Legende. Zur Mittagspause erreichten wir die von einem Verein gepflegte Walsersiedlung Guscha, auch als Heididörfli bekannt, auf 1112 m. ü. M. Tische, Bänke, auch solche im Schatten, nahmen wir gerne an. Sogar Getränke und Süssigkeiten zur Selbstbedienung gab es. Ein Baumpieper präsentierte sich hübsch mit seinem Gesang im Sinkflug.
Der Abstieg nach Balzers forderte unsere volle Aufmerksamkeit, besonders in den ersten 15 Minuten. Wir wanderten im Wald durch steiles, felsiges Gelände, auf abschüssigen Wegen, Schwierigkeitsbewertung T3. Aber zum Glück gab es durchgängig Drahtseile als Handlauf. Im Weiteren ging es auf Zickzackwegen und Waldsträsschen die total 750 Höhenmeter bis Balzers runter.
Botanischer Höhepunkt waren vier fotogene Feuerlilien. Um 14:30 kamen wir bei der Bushaltestelle an. In Sargans reichte es noch für einen Umtrunk. Die Tour war grossartig.
Liebe Monika, lieber Ruedi ein grosses DANKESCHÖN, sicher im Namen aller TeilnehmerInnen für die prima Tourenleitung.
Bericht: Reini Wick
Bilder: Ruedi Flotron, Walter Grob