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Frühlingserwachen am Comersee vom 24. bis 26.04.2026

2026-05-07

Schon fast sommerlich empfängt uns das Triangolo Lariano – eine hübsche Bergregion in der Lombardei, umringt von Seen.

Die Busfahrt von Como bis zum Ausgangspunkt Valmadrera hat uns alle etwas schläfrig gemacht. Der erste Tag beginnt dann aber gleich mit einem schweisstreibenden Aufstieg – und so sind auch schnell wieder alle wach. Auf dem ersten Plateau geniessen wir den wunderschönen Ausblick auf die darunterliegenden Seen (Lago di Annone, Lago di Garlate, Lago di Pusiano). Um die Aussicht auch während des Wanderns auskosten zu können, entscheidet sich die Gruppe spontan für eine kleine Routenanpassung und folgt zum Grat statt dem Waldweg. Belohnt werden wir mit tollen Ausblicken – und einer ungeplanten, etwas abenteuerlichen Kraxelpartie, bis wir schliesslich wieder auf den richtigen Weg finden. Nach rund 5 Stunden erreichen wir unser Tagesziel Canzo. In der rustikalen Stube der Albergo Sorgente lassen wir den Tag bei Kaminfeuer, einem feinen italienischen Abendessen und gutem Wein ausklingen.

Am zweiten Tag führt uns die Route weiter Richtung Zelbio. Zunächst geht es nochmals durch schöne Wälder, bevor wir auf einen aussichtsreichen Höhenweg wechseln. Den Monte San Primo, den höchsten Punkt unserer Tour, erreichen wir am frühen Nachmittag und staunen über das Panorama. Ganz alleine sind wir zwar nicht – auch einige italienische Tagesausflügler haben den Weg hier hoch gefunden und geniessen die Sonne. Über uns kreisen Gleitschirmflieger und Segelflugzeuge. Der Abstieg verlangt nochmals Konzentration: steil und stellenweise rutschig, da ist jeder Schritt bewusst gesetzt. Nach etwas über 8 Stunden erreichen wir unser Tagesziel. Im Hotel angekommen, blicken wir nochmals zurück auf den Monte San Primo und kaum zu glauben, dass wir von dort heruntergekommen sind. Zur Belohnung gibt’s eine reichhaltige Tagliere mit Aufschnitt und Käse sowie ein kühles Bier – und später darf natürlich auch eine Pizza nicht fehlen. (Für das letzte Stück Käse habe ich mich übrigens bereit erklärt, diesen Bericht zu schreiben 😉.)

Der letzte Tag beginnt mit einem besonders schönen Abschnitt durch einen fast märchenhaften Wald. Der Weg ist gesäumt von weissen Blüten, und auf dem alten Maultierweg liegt noch knöchelhohes Laub vom letzten Herbst. Danach folgt eine abwechslungsreiche Gratwanderung mit Blick in zwei Richtungen: nach Süden in die flache Lombardei, nach Norden in die Alpen. Jeder kleine Gipfel eröffnet wieder eine neue Perspektive. In Brunate angekommen, mischen wir uns unter die Touristen, und die letzten Höhenmeter legen wir entspannt mit der Zahnradbahn zurück. Auch heute sind wir nochmals rund 8 Stunden unterwegs.

Unterwegs waren wir als 8-köpfige Gruppe mit Bernadette, Brigitta, Doris, Helen, Iris, Maria, Sandro inklusive Tourenleiter Thomas, der hier den Startschuss für seine Tourenleiter-Karriere gab. Ich selbst war als sein Sohn mit dabei – in erster Linie zum Mitgeniessen dieser Tour. Die Gruppe hat von Anfang an super zusammengepasst, und es entwickelte sich schnell ein angenehmer Rhythmus. Die gute Fitness und das gemeinsame Tempo machten das Unterwegssein besonders entspannt und stimmig – eine rundum gelungene Konstellation.

Text: Sandro Furter

Fotos: Iris Mettler, Sandro Furter

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