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JO Osterlager 2026

2026-04-14

Osterlagerbericht – 03.-06.04.26

Freitag:

Früh am Morgen fuhren unsere Fahrer/innen los und sammelten alle Teilnehmende ein. Nach der Autofahrt trafen wir bei Regula ein und wurden direkt von Hund und Katze begrüsst. Lange Zeit später trafen die restlichen Tourengänger ein, die im Stau gestanden hatten. Nach der Begrüssung liefen wir in Richtung Bischolpass los. Das Tempo wurde bereits von Anfang an hoch angesetzt durch Anita und Fabian. Über die Skipiste, durch Mulden und Hügel hinauf auf eine Anhöhe, die uns einen sensationellen Blick auf einen unverfahrenen Hang bot. Dieser musste nach einer kurzen Pause ausgenutzt werden und wie es sich herausstellte, sollte es ein grandioser Pulverhang sein. So weit wie es ging, fuhren wir hinunter und zogen die Felle an. Anita war mit schnellem Tempo unterwegs und hatte ihren Rucksack schnell wieder an. Stephan war sehr verblüfft und dachte sich schon, wie langsam er beim Anfellen geworden sei. Als wir dann losgehen wollten, bemerkte Anita ziemlich schnell, dass sie ihre Felle noch nicht angezogen hatte. Auf der nächsten Anhöhe angekommen, gab es als erste Pasta mit Tomatensauce für Salome und Fabian, die einen Kocher mit Pfanne hochgetragen hatten. Richi fühlte sich so wohl auf der Piste, er wollte gar nicht mehr die Gegend nebenan austesten. In der ersten Beiz mussten sie dank uns noch die Milch aufwärmen, da nach der Skitour eine heisse Schoggi ein Muss war. Mit Sturz von Salome und darauffolgender Knöchelverletzung gab es noch Kaffee und Kuchen bei Regula. Bigna genoss die Anwesenheit ihres Göttis und bekam noch ein kleines Ostergeschenk. Gestärkt fuhren wir zur Unterkunft in Ausserferrera und richteten uns ein. Mit Pasta an einer Randenpesto und Linsen-Bolognese schliefen wir genüsslich ein. 

 

Samstag:

Wie lange lebt eine Schnecke? [Frage von Donat] – Kommt darauf an, eine Bündner oder eine St.Galler [Antwort Stephan].

Diese Frage entstand während der heutigen Tour bei bewölktem Himmel. Bevor es jedoch los ging, wurden wir mit Musik von Donat um 6.00 Uhr geweckt und durften uns mit einem selbstgemachten Birchermüesli und Brot stärken. Das Ziel heute war der Cima di Camutsch. Nach der Ankunft von Jeremias fuhren wir mit zwei Autos los und liefen zur alljährigen Brücke hinunter. Nach der LVS-Kontrolle trennten wir die Gruppe in eine Gruppe Schildkröte und Schnegg. Mit ausreichend Schnee unter den Skiern liefen wir dem Gipfel zu. Auf der Strecke trennten wir die Gruppe Schildkröte erneut. Jedoch liefen beide mit zu viel Rechtsdrall den Berg hinauf und gelangten in einen steilen Hang oder auf die Fläche. Nach dem Montieren der Harscheisen und kurzer Demokratie über die Routenwahl, peilten wir das Chli Hüreli an. Die andere Gruppe durfte zwei einfahrende Erlebnisse erleben. Donat, Nathanael und Anita hörten alle starke «Wummgeräusche» beim Aufstieg. Mit leichtem Wind genossen wir die Stärkung aus dem Rucksack und schossen mit leichten und eleganten Schwüngen den Hang hinunter. Vier Übermotivierte fanden die Abfahrt genial, sodass sie nochmals den Gipfel erklommen. Der Rest der Gruppe fuhr hinunter zu den Autos. Anita, Livia, Fabian und Sarah erfreuten sich über die weitere Abfahrt und hatten noch genügend Energie, um ein grosses Schneeprofil zu graben. Als sie die 1,50m erreichten hatten, ohne Aussicht nach Boden, kamen sie dann noch auf die Idee, die Sonde auszupacken. Nach dieser Erleuchtung waren sie verblüfft, dass es noch weitere 2,30m nach unten ging, bis der Boden kam. Mit dem Klopftest von Fabian erreichten sie nicht viel, und so kamen die Skier zum Einsatz. Durch zuerst leichte Sprünge kam bereits die erste Schicht und mit stärkerer Belastung zerbrach die Nächste. Der Schnee war leider nicht mehr so fluffig und es fühlte sich an, als würde man Felle tragen. Nach schweren Schwüngen kamen sie dann auch noch beim Auto an und fuhren zur Unterkunft zurück. Die restlichen Mitglieder genossen die Sonne mit Kaffee und Kuchen. Der Abend ging langsam nach einem reichen Abendessen mit Kichererbsencurry und Orangensalat zu Ende.

 

Sonntag:

Am Sonntag morgen sind wir pünktlich um 5 Uhr mit dem Wecklied «Sheriff Nepomuk» geweckt worden. Nach einem ausgiebigen und sehr leckeren Frühstück, natürlich mit selbst gebackenem Osterzopf von Saskia und Sarah, ging es mit den zwei Autos los in Richtung San Bernadino. Dort starteten wir unsere Tour auf das Marscholhorn. Hinauf ging es durch Föhren und Erlenstauden bis zum Gipfelhang. Beim Gipfelhang entschied sich die Gruppe Schildkröte für die linke Seite, um auf den Gipfel zu gelangen, und Gruppe Schnecke für die rechte Seite (Orginalroute). Gruppe Schildkrot entschied sich für diesen Gipfelaufstieg, da sie Lust auf eine Gipfelrundtour hatte. Oben auf dem Gipfel angekommen, gab es den Gipfelkafi und dazu ein feines Gipfelplättli, natürlich edel auf einem Stein serviert. Etwas später traf Gruppe Schnecke ebenfalls auf dem Gipfel ein und so genossen alle zusammen die schöne Gipfelaussicht.

Als es dann langsam kalt wurde, machten wir uns bereit für den Aufbruch. Auf der Abfahrt konnten wir noch die letzten Pulverschwünge in den schönsten Schnee ziehen bis zu Salomes und Marions Iglu. Als alle wieder vereint waren, ging es nun noch den letzten Teil der Abfahrt hinunter, in Richtung Hinterrhein. Durch die Marschola suchten wir einen Weg über die Wechten und Zastrugis, mit dem Ziel, nicht viel Stöckeln zu müssen. Sarah, Fabian und Stephan probierten über kleine Schänzchen One-Eighties und Three-Sixties aus, die sie fast immer sehr elegant standen. Hinab durch die Föhren und Erlenstauden ging es auch schon wieder Richtung Auto. Dort angekommen, wurde fleissig gesungen und nochmals Kaffee getrunken, natürlich aus einer Bialetti. Auf dem Nachhauseweg ins Lagerhaus machten wir noch einen Glacehalt in Splügen.

Im Lagerhaus angekommen verbrachten wir den Nachmittag mit Spielen, Baden im Bach und Pingpong spielen. Als Znacht gab es feine Ofenkartoffeln mit Pilz-Gemüse-Stroganoff und Dörrbohnen. Zum Dessert wurde selbstgebackener Kuchen serviert.

 

Montag:

Heute Morgen ging der Wecksong um die gleiche Uhrzeit los wie am Sonntag, da heute zudem noch das Lagerhaus geputzt werden musste. Nach dem «Zmorgen» ging es wieder pünktlich um 6Uhr los mit dem Ziel «Wannagrat» bei Nufenen.

Nach einer kurzen Autofahrt ging es mit den Skiern bergauf in Richtung Sonne und Anita meinte: «Jetzt laufet mer scho wieder». Kurz bevor wir den Gipfel erreichten, kam die Sonne dann auch schon, die wir noch ein Weilchen auf dem Wannagrat genossen. Nach einer kurzen, aber grandiosen Abfahrt ging es wieder mit dem Auto zum Lagerhaus und das Putzen konnte beginnen. Weil alle fleissig mitgeholfen hatten, ging dies auch recht schnell und wir konnten am Schluss noch zusammen «Zmittag» essen.

Dann hiess es auch schon wieder Abschied nehmen, sich in die Autos aufteilen und nach Hause fahren, was nicht ganz ohne Osterstau ging.

 

Ein grosses Dankeschön geht an alle Leiter.

Wir freuen uns auf das nächste Jahr.

 

Bericht: Sarah und Livia

 

Teilnehmende: Donat, Stephan H., Richi, Anita, Saskia, Fabian, Jeremias, Salome H, Sarah, Livia, Marion, Natanael

 

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