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Richterswil-Etzel-Pfäffikon

2026-03-19

Es war kalt am Morgen, Raureif und leichte Nebelschleier zeigten sich auf den Wiesen. Aber die Sonne schien bereits vom strahlend blauen Himmel.

Mit dem Zug fuhr die erste Gruppe bis Richterswil. In der Bäckerei Baggenstoss stärkten wir uns mit Kaffee und Gipfeli für die bevorstehenden ca. 760 Höhenmeter Aufstieg.

An vielen Hausecken vorbei wanderten wir, über einen vollständig bebauten Hügel Richtung Wollerau. Dort bestaunten wir die Tennishalle von Martina Hingis und schon wurde der Weg wieder steiler in Richtung Feusisberg. Wir durchquerten Schindellegi. Nach viel urbanem Gelände mit dem entsprechenden Lärm von Autobahn und Strassen wurde es entlang der Sihl ruhiger. Vogelgezwitscher konnte nun gut gehört und dem jeweiligen Vogel zugeordnet werden.

Wir durchquerten das wunderschöne Naturschutzgebiet Dreiwässeren. In den Biotopen quakten die Frösche und legten ihren Laich ab. Nach dem Passieren des Fussball-Trainingsplatzes der Nationalmannschaft und dem Restaurant Paradies ging es nun wieder einen steilen Hang hoch. Wir erreichten den Wald und wanderten auf schönen, schmalen Waldpfaden dem Etzel Kulm entgegen.

Dort trafen wir auf die zweite Gruppe, geführt von Beni, welche mit dem Zug bis nach Schindellegi gefahren und von dort zum Etzel Kulm hochgewandert war. Dabei erfuhren sie von Beni viel Wissenswertes. Zum Beispiel: Schindellegi bedeutet nichts anderes als Lagerplatz von Schindelholz und war lange ein Verkehrsknotenpunkt für den Transport von Gütern von Deutschland nach Italien. Holz war ein wichtiges Handelsgut für diese Region. Auch die Pilger nach Einsiedeln kehrten in Schindellegi ein. 

Zuerst bewunderten wir die Aussicht über den Sihlsee und die Glarner - und Innerschweizer Berge. Im Bergrestaurant Etzel stillten wir unseren Hunger.

Nach einer Stunde Rast wanderten wir einen steilen, anfänglich mit Schnee bedeckten schmalen Pfad hinab zum Etzelpass und nach St. Meinrad. St. Meinrad ist der Schutzpatron von Einsiedeln. Hier führt auch der Jakobsweg vorbei und nicht weit von hier wurde 1493 der weltberühmte Naturforscher Paracelsus geboren.

Nun ging es auf dem schnellsten Wanderweg hinunter nach Pfäffikon. Immer wieder bewunderten wir die Aussicht auf den Zürichsee.

In Pfäffikon angekommen stillten wir im gemütlichen Restaurant Capolino unseren Durst. Anschliessend reisten wir mit dem Zug zurück ins Toggenburg.


Ein grosses Dankeschön an Nick und Beni. Ihr habt uns diese super spannende Wanderung auf den Etzel ermöglicht.


Bericht: Cécile Schmid

Bilder: Ruedi Flotron

 

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