2026-02-15
Feiner Schneefall begleitete die Reise nach Fideris. Dort staunten wir über die Anzahl Busse, die in die Heuberge fahren. Wir ergatterten uns einen und verliessen den Bus dort, wo die Skitourenroute auf etwa 1500 müM von der Strasse wegführt. Durch die folgenden Hänge und im Waldgürtel hüllte uns zeitweise noch Nebel ein. Die Spur durch den Wald war schweisstreibend steil und beim Spuren brach man immer wieder ein. Über dem Wald begrüsste uns ein zarter Wind und eine kühlere Temperatur. Der Anstieg vom Undersäss zum Obersäss war gespickt mit heimtückischen Alpenrosen und deren Höhlen im Schnee. Die Wolken lichteten sich immer mehr und wir konnten bei besten Sichtverhältnissen unsere Spur wählen, immer schön zwischen den Triebschneekissen hindurch. Der unberührte Schnee und seine Windformationen waren wunderbar. Endlich auf dem Grat angekommen, fegte uns ein zügiger Wind entgegen. Nun nur noch auf der Krete bis zum Gipfel. Ein kurzer, steiler, felsdurchsetzter Aufschwung zwang uns, die Skis von den Füssen zu nehmen. Mit dem Abgrund rechts von uns wähnten wir uns auf einer ziemlich alpinen Tour. Wie hübsch das Gipfelkreuz des Glattwang in seinem Winterkleid ausschaute! Die Abfahrt war noch unberührt. Absolut cooler Schnee entlockte uns immer wieder Jauchzer.
Das Berghaus Arflina passierten wir per Skilift. Weiter führte unsere Spur dem Winterwanderweg entlang zur Arflinafurgga. Ein Stück markierter Schneeschuhtrail folgte und dann verliessen wir die pinken Pfosten und stiegen bei prächtigstem Sonnenschein auf das Mattjischhorn. Auch hier war das Minigipfelkreuz dick in sein Winterkleid gehüllt. Die ursprünglich geplante Abfahrt und Überschreitung des Mattjischhorn liessen wir bleiben, denn die vielen spontanen Schneebretter, die wir gesehen hatten, zwangen uns zu einer sichereren Wahl. Die ersten Abfahrtsmeter entlang der Aufstiegsroute waren gespickt mit Gras und Steinen, bevor wir rechts in den Hang Richtung Heuberge stachen. Wieder Juchzer und genialer Pulver, leider nicht mehr unberührt. Kurz noch auf der Piste und dann auf ins Berghaus Arflina, wo wir uns bis zur Abfahrt unseres Busses etwas gönnten. Das sanfte Abendlicht zeichnete unbeschreiblich schöne Bilder in die Hänge. Fantastisch!
Ein herzliches Dankeschön an Hanspeter, der sich alljährlich viele Gedanken um unser heimisches «Rondom» machen muss und sich jedes Mal wieder etwas rundum Tolles einfallen lässt. Schön war’s mit euch unterwegs zu sein: Hanspeter (Leiter), Romana, Heidi, Nick, Kurt, Daniel, Köbi, Judith, Fredrik, Hansruedi und Bettina (Text).