2025-07-10
10. - 11. Juli 2025
Nach dem Kälteeinbruch der letzten drei Tage schönstes Wanderwetter angesagt, allerdings auch Schnee in Lagen ab 2200m. Unsere Gipfelziele also gepudert weiss vor blauem Himmel bei der Ankunft in Partnun im Restaurant Sulzfluh zum Kaffee.
Wir starten auf dem „Schijenfluh-Umrundungsweg“. Nach einem ersten wärmenden Anstieg kommen wir auf eine Hochebene Richtung Plasseggpass; gleichzeitig die Grenze zu Österreich. Ein alter Säumerweg der Walser Richtung Montafon.
Kurz vor der Schneegrenze gibt’s Mittagsrast. Danach steil und weglos durch Geröll und Steine eine Schrunde hoch zur Schijenfluh. Wunderbare Rundsicht ins Prättigau, in die vielen Österreicher Gipfel und zum morgigen Ziel, die Sulzfluh, Die Höhenmeter wärmen uns, die Sonne wärmt den Schnee, sodass beim Abstieg auf dem gleichen Weg schon kaum mehr Schnee liegt. Erstaunlich!
Darauf geht’s über den Plasseggpass weiter zum Gruobapass und zur Tilisunahütte. Wunderschöne kleine Teichlein umsäumt von Wollgras und Blumen begleiten uns. Durstig und unterhopft kommen wir in der super organisierten modernen Tilisunahütte an. Per Chip wird bestellt, auch Apfelstrudel warm mit warmer Vanillesauce. Da sind die Österreicher halt schon spitze.
Die Wettervorhersage ist trocken für den „Sulzfluh-Tag“, am Nachmittag soll es Wolken geben. Also früh los, um 8 Uhr nach einem reichhaltigen Frühstücksbuffet ist Abmarsch. Der Schnee im Gemschtobel, welchen wir am ersten Tag sahen, macht mir eine fast schlaflose Nacht. Bin da leider etwas phobisch. Ich beschliesse in Absprache mit Kurt, dass ich nicht den ganzen Weg gemeinsam mit allen machen werde und vorher absteigen werde. Hier trennen sich unsere Wege. An einigen Karsthöhlen vorbei steil hinunter, zum Teil mit Ketten gesichert, und auch einem Bad im Partnunersee.
Den folgenden Teil des Berichts habe ich via Rita Hemmi erhalten:
Alle anderen folgen dem blauweiss markierten Weg hoch zum Karst-Hochplateau und weiter zum Gipfel. Einige Schneehühner fliegen auf. Der Gipfel ist leider doch schon von Wolken umhüllt. nur manchmal reisst es auf und nahe Gipfel und der Ausblick in die Tiefe zeigen sich. Der Abstieg durchs Gemschtobel, nicht mehr mit viel Schnee (hätte ich das sicher gewusst), aber sehr steil. Konzentration ist gefordert.
Mittagsrast wieder entspannter in der Sonne auf einer Wiese. Da zeigt sich ein Haselhuhn mit 2 Jungen. Also Geologie, Flora und Fauna. Welch ein Glück und eine Vielfalt. Für einige noch ein Highlight das Bad im Partnunersee, für Andere der Spass mit dem Trottinett die letzten Höhenmeter von Partnun nach St. Antönien.
Bericht: Gabi Visser und Rita Hemmi
Bilder: Manuela Ammann, Gabi Visser, Sepp Rüegg