2025-07-10
10. - 11. 07. 2025
Insgesamt 12 anstatt 14 Nasen (10 w und 2 m) – bei dieser Gelegenheit nochmals bestmögliche Genesung an Hansruedi und Ruedi – fuhren donnerstäglich ab Wil und Wattwil in reservierten Zügen bei bestmöglich wiedergekehrtem Kaiserwetter in Richtung Arth Goldau und Erstfeld los, um dort in den ebenso reservierten Busverkehr umzusteigen. Eine recht zügig fahrende Chauffeuse wand ihr langes Gefährt gekonnt über die vielen Kurven und durch mehrere Kehrtunnels über Bristen hoch hinaus zur Talstation der Golzern-Luftseilbahn.
Vom Tal genannten Weiler stieg das gut gelaunte Trüppchen mehr oder weniger leicht bepackt, mehr oder weniger stark von lichtem Wald beschattet und mehr oder weniger nahe dem Chärstelenbach entlang bis zum Kaffeehalt auf den blumengeschmückten Terrässchen der Lägni-Alpwirtschaft. Nach dem Genuss von Zwischenmahlzeiten kam uns der verbleibende Weg bis zur Mittagspause auf Alp Stössi wie ein Katzensprung vor, genauso unsere restliche Strecke bis zu unserem historischen Berghotel (ehemals Hotel SAC) Maderanertal, welches mittig auf einem Felsabsatz in der enger werdenden Talmitte thronend bereits sichtbar geworden war. Unsere Bleibe für Apero, Nachtessen und Nächtigung im teilrenovierten Stile des ausgehenden 19. Jahrhunderts gehörte jahrzehntelang den Familien des Indergand-Wirteclans aus Amsteg. Relativ kurz nach der Erbauung des Hotels 1864-1865 brannte dieses nieder und wurde 1888 auf den Grundmauern neu errichtet. Anscheinend sei auch einmal die Terrasse abgerutscht und wieder aufgestockt worden, auf welcher wir nach Ankunft unseren ersten Durst gelöscht hatten.
Nach dem Einchecken bzw. vor dem Duschen und Nachtessen führte Monika uns noch während ca. 1.5 Stunden gut 100 m höher hinauf in’s stark wasserfallbetonte Maderanertal, nämlich über den Rundweg zur Burzli-Alp bis zu unserem Umkehrpunkt auf Riedbödmer hoch, und von dort nahe am tosenden Chärstelenbach am unsichtbaren Blindensee vorbei zurück zum Ausgangspunkt. Nach einem feinen Nachtessen am langen Tisch genossen einige von uns vor der Nachtruhe noch die erste Halbzeit des EM-Spiels der Schweizer Fussballfrauen gegen die Finninnen…
Am Freitag nach dem Sieg der Schweizerinnen, nach unserer Stärkung durch ein reichhaltiges Frühstück, stiegen wir erst wieder talwärts zurück für einen allfälligen Einkauf bei der grössten der Stössi-Alphütten. Unmittelbar darunter trennten sich 4 Frauen von Monikas Hauptgruppe, um auf einfacherem Weg zur Talstation der Golzerenbahn zurück zu gelangen. Wir andern 8 stiegen schweisstreibender zwischen und an furchterregenden Felspartien vorbei bis zum Badevergnügen am erfrischenden Golzerensee hoch. Bei gleichzeitiger Mittagsrast stiess auch die genannte Kleingruppe wieder zu uns. Zusammen kehrten wir, etwas kürzer oder länger, am westlichen See-Ende noch ein, bevor 2 von uns zu Fuss und die restliche Gruppe im Mini-Luftseilbähnchen zur Talstation Golzeren zurück gelangten. Auf dem bereits beschriebenen öV-Hinweg kehrten wir alle gesund ermattet in unsere heimatlichen Gefilde zurück – besten Dank für die gute Führung und Begleitung!
Bericht: Aldo Fontanesi
Bilder: Eva Hehli, Monika Stalder