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Ossingen - Karthause Ittingen

2022-11-10

Am Bahnhof Winterthur haben sich alle 24 SAC-ler eingefunden und wir fuhren mit Zug und Postauto weiter nach Ossingen. Als wir in der Wirtschaft zum Thalacker, ein altehrwürdiger Gasthof, den Kaffee genossen und alle Gipfeli verdrückt hatten, begaben wir uns auf die gut 4-stündige Wanderung. Bei schönstem Wetter wanderten wir durch das Dorf Ossingen, dann vorbei an Äcker, «Rungglen»-Felder und mit buntem Laub bedeckten Waldwegen.

Unseren ersten Halt machten wir am Barchetsee. Catherine erklärte uns, dass der See während der jüngsten Eiszeit als Toteis-See entstanden ist und keinen Ab- und Zufluss hat. Seit dem 16. Jahrhundert wurde Hanf angebaut und die Hanfstängel wurden nach der Ernte ins Wasser gelegt, bis sie zu faulen begannen. Aus den Fasern wurde der Stoff «Barchent» hergestellt. Um den Hanf gefahrlos ins Wasser zu legen, wurden am Ufer kleine runde Buchten ausgestochen, diese wurden zu schwimmenden Inseln. Der See wird immer kleiner und verlandet; seit 1991 ist die Gegend ein Naturreservat.

Weiter ging es nach Oberneunforn (Obernüüfere), wo wir die wunderschönen alten und neu renovierten Riegelhäuser bestaunten. Oberhalb des Dorfes machten wir unseren Mittagshalt mit Aussicht auf die Thur hinunter. Die Sonne hatte sich hinter den Wolken verzogen und wir wanderten durch grüne Felder mit blühenden Ackerbohnen, Sonnenblumen und anderen farbigen Blumen. Ist es tatsächlich November? An Rebbergen vorbei, wo der bekannte Iselisberger Wein herkommt, erreichten wir die Karthause Ittingen. Bevor wir in diese historische Anlage eintauchten, erzählte uns Catherine die Entstehung und Geschichte des ehemaligen Klosters. Heute kann man die wunderschön angelegten Gärten mit über tausend Rosenstöcken, Kräutern, Gemüse, Hopfen und das begehbare Thymianlabyrinth mit allen Sinnen eindrücklich erleben.

Im Restaurant Mühle mit dem alten Mühlrad nahmen wir unseren Schlusstrunk ein und kehrten mit vielen neuen Eindrücken heim.

Herzlichen Dank Catherine für deine interessanten Ausführungen und die schöne Wanderung ins Weinland.

Text:                Trudi Jäger

Fotos:              Eva Hehli, Ruedi Flotron

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