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Rigi - wenig bekannt 28./29. Mai

2022-05-31

Das Wetter ist am Samstagmorgen kühl und bedeckt. Trotzdem ziehen wir kurz nach dem Bahnhof in Brunnen unsere Jacken aus, denn der Weg steigt sofort steil an. In nur gut 11.6 km wollen wir 1884 Höhenmeter aufsteigen.

Schon bald brauchen wir Hände und Füsse, um die steilen Felspassagen zu überwinden. Gut, dass sie mit Seilen gesichert sind. Anfangs ist der Fels trocken, beim ersten Abstieg sind die Felsen aber recht rutschig und Peter macht mit einem Prusik eine Zusatzsicherung. Die Weglein zwischen den Kraxelpartien sind teils glitschig und aufgeweicht und unsere Hosen bald dreckverschmiert. Nichts- destotrotz geniessen wir den anspruchsvollen Aufstieg über Bützi-, Stock- und auf die Hohflue in vollen Zügen. Auch der Abstieg zum Gätterlipass erfordert unsere volle Aufmerksamkeit, denn der Regen der letzten Tage hat die Steine und Wurzeln glitschig gemacht und den lehmigen Boden aufgeweicht.  Nach etwas mehr als 6 1/2 Stunden Marschzeit erreichen wir unser Hotel «Burggeist», ein kleines angenehmes Hotel mit feinem Essen und Zimmern, in denen wir in Einer- oder Zweierzimmern schlafen.

Der Sonntagmorgen ist frisch mit seinen 4 Grad. Die Sonne zeigt sich zwar, aber viele der Berggipfel sind in Nebel oder Wolken eingepackt. Diesmal geht es über gut ausgebaute Wanderwege Richtung Scheidegg, Seeweg, Rotstock, Bänderweg zum Rigi Kulm. Nachdem wir am Vortag nur Waldvögelein, Berglaserkraut und ein paar Anemonen bewundern konnten, (wir hatten anderes zu tun!), ist die Flora heute vielfältig und wunderschön. Am Seeweg sind viele Blumen sogar beschriftet. Und der Ausblick! Immer wieder andere Ansichten auf Seen, Dörfer und Berge. Peters Augen leuchten, wenn er uns seine Heimat erklärt und er weiss viel Spannendes zu erzählen.  Kurz nach Rigi Staffel verlassen wir die viel begangen, breiten Wege und wandern auf einem schmalen Pfad rund um Rigi Kulm. Ab Tristenboden steigen wir durch die Nagelfluhbänder hinauf auf Rigi Kulm. Der Wind treibt uns allerdings schnell weiter und wir beschliessen, das Mittagessen weiter unten bei weniger starkem Wind einzunehmen. Der Abstieg wird uns hinunter nach Arth führen. Zwischen Unmengen von Knabenkräutern, für welche die Rigi bekannt ist, picknicken wir, um schon wenig später in den Bannwald über Arth einzutauchen Die SBB hat in diesem Wald super befestigte Wanderwege gebaut, um den Wald effizient bewirtschaften zu können. Wir wissen am Ende nicht mehr, wie viele Riginen, so heissen die horizontalen Felsbänder, welche den Bannwald bis hinunter zum Dorf durchziehen, wir umgangen oder durchquert haben. Nach der Bergflora, den saftigen Blumenwiesen, die wie ein weisses Meer erscheinen mit den vielen Margeriten, befinden wir uns in Arth mit den gemähten Wiesen und den Kirschbäumen, an denen die Früchte so zahlreich hängen, erneut in einer anderen Welt.

So, und für den Grossteil der Gruppe bei einem feinen Nachtessen direkt am Zugersee, beschliessen wir zwei anspruchsvolle, strenge, wunderschöne Tage. Und glücklich verabschieden wir uns und sagen: Lieber Peter, vielen Dank für deine kompetente, lehrreiche Führung!

Manuela, Doris, Sandra, Rosmarie, Bruno und Heidi (Tourenbericht), Peter Fähndrich als Tourenleiter

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