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Bedrettotal – Helgenhorn + Marchhorn 26./27. März 2022

2022-04-02

Wer von All’Acqua aus früh starten möchte, muss wirklich sehr früh raus. Unser Tourenleiter Pius tat dies bereits am Freitag, um die Verhältnisse vor Ort zu begutachten.

Drei Teilnehmer und der zweite Tourenleiter Heiner reisten des längeren Schlafes wegen ebenfalls bereits am Freitagabend nach All’Acqua zum gleichnamigen Hotel/Restaurant. Was sie dort zu sehen bekamen, war vielversprechend. Pius war von der Sonne gezeichnet und strahlte übers ganze Gesicht. Dieses Gesicht verriet so einiges und wir wussten: die Verhältnisse sind top! Dass das Wetter gut wird, das war absehbar, dass es auch noch genügend Schnee im gewünschten Aggregatszustand hat, war jedoch wirklich nicht in dieser Form zu erwarten. Pius hatte im Schnelldurch- bzw. Hochlauf einen grossen Teil des Gebietes abgecheckt und einen Plan für die nächsten zwei Tage zurechtgeschmiedet.

Am Samstagmorgen, pünktlich um 8Uhr (tiefen Respekt an die weit Gereisten) harscheisten wir ein paar Meter neben der Unterkunft los und machten bei der Alp di Formazzora, einen ersten Zwischenhalt. Danach ging es ein ganzes Stück leicht ansteigend auf einer langen Ebene entlang. Beim Passo San Giacomo überschritten wir die Grenze nach Italien und hatten einen wunderbaren Blick auf den Stausee Lago del Toggia. Kurz vor dem Tagesziel gab es nochmals einen kurzen Anstieg, nach welchem es nur noch wenige Höhenmeter bis zum Gipfel des Helgenhorn (Punta di Elgio) waren. Der Gipfel selbst bot nur wenig Fläche und war schneefrei. Etwas unterhalb konnten wir uns für die bevorstehende Abfahrt stärken. Wie von Pius prophezeit, waren die Schneeverhältnisse unerwartet gut. Von hart über aufgeweicht bis Sulz war alles vorhanden, jedoch anhand der Sonneneinstrahlung gut einzuschätzen. Bis auf eine Stelle, wo wir die Skier für 20m tragen mussten, war die Abfahrt durchgehend.

Auf der Terrasse genossen wir die warmen Sonnenstrahlen und danach ein feines Nachtessen mit gemütlichem Zusammensein. Etwas Dynamik bot dann das Abrechnen der Zimmer mit dem Chef des Hauses – an dieser Stelle wünschen wir seinem Buchhalter weiterhin viel Durchhaltewillen und Glück! 😊 Am Schluss wurden dann doch alle Fehler bereinigt und wir konnten trotz bevorstehender Zeitumstellung noch rechtzeitig in die Federn.

Am nächsten Morgen ging es den ersten Abschnitt bis zur Alp di Formazzora dieselbe Route wie am Vortag hoch, diesmal jedoch mit deutlich stärkerem Verkehrsaufkommen. Unsere Tourenleiter lotsten uns gekonnt um die Staus herum. Nach einer kurzen Rast bei der Alp, ging es links haltend und praktisch ohne weiteren Verkehr in steilen Spitzkehren zum Bocchetta di Formazzora hinauf. Oben angekommen, bot sich eine traumhafte Aussicht auf eine Landschaft mit einigen schönen, noch unverfahrenen Hängen. Pius zeigte einmal mehr seinen Sinn für schöne Abfahrten. Anstelle des Marchhorn, nahmen wir einen Ausläufer-Gipfel weiter hinten ins Visier, dies mit Aussicht auf eine Genussabfahrt sondergleichen. Auf dem Gipfel angekommen, gab es nach einer Rast und dem obligaten Fötteli so manchen Jauchzer bei der Abfahrt zu hören. Für den letzten Hang wieder hinauf zur Bocchetta di Formazzora zogen wir die Felle ein letztes Mal auf. Am Morgen hatten wir befürchtet, dass es von dort hinab eine heikle, eisige Passage bleiben würde, was sich mit der Sonneneinstrahlung aber erledigte und auch hier eine tolle Abfahrt vor uns stand. Pius lotste uns auch diesmal wunderbar durch die besten Hänge, was da und dort für flugähnliche Gefühle sorgte 😉.

Alles in allem ein Wochenende wie aus dem Bilderbuch – Danke Pius und Heiner für die tolle Vorbereitung und Leitung!!

Teilnehmer: Pius, Heiner, Doris, Bettina und Hansruedi, Daniel, Nick, Nadja & Nadja, Melanie, Annelies und Beat


Text und Fotos: Beat Jetzer


Fotogalerie: