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Michaelskreuz

2022-03-24

Die Bahnfahrt an diesem Donnerstag, 24. März 2022, war geprägt von diversen Seenlandschaften. Wir fuhren von Wattwil entlang dem Obersee, dem Zürichsee, dem Zugersee nach Rotkreuz. In Rotkreuz war die Wandergruppe dann komplett. In der Nähe des Bahnhofes genossen wir einen fein duftenden Kaffee mit einem knusprigen Gipfel.

Dann ging’s los. Dieser sonnige Tag und die milden Frühlingstemperaturen ließen keine Wünsche offen. Gute Laune war von Beginn weg bei den Teilnehmenden zu spüren.

Beni Bachmann führte uns kundig auf markierten Wegen zu unserem Zwischenziel nach Michaelskreuz. Vor dem Lunch liefen wir noch zum höchsten Punkt auf dieser Wanderung (831m). Hier bot sich eine wunderschöne Sicht, zum Beispiel auf den Wildspitz, den kleinen Mythen, den Stoos, die Rigi, das Stanserhorn, den Pilatus, den Zugersee, den Vierwaldstättersee und in das Reusstal.

Bei der „Hochzeitskapelle“ verzehrten wir nun den mitgebrachten Lunch und freuten uns an der Aussicht unter einer rund 480 – jährigen Linde. Vor dem Weiterwandern erzählte uns Margrith Iten einiges über diesen speziellen Kraftort:

Vor rund 1500 Jahren beschloss der fromme Medardus, eine Holzhütte im Meggerwald zu errichten, um fortan dort zu leben. Während er mit dem Fällen der Bäume beschäftigt war, kam ein Knabe zu ihm und bat Medardus, zwei Stämme auf die Schultern zu nehmen und ihm zu folgen. Nach vierstündiger Wanderung kamen die beiden auf einer Anhöhe in der Nähe von Root an. Dort ließ der Knabe den frommen Einsiedler Medardus, aus den beiden Stämmen ein Kreuz errichten. Mit den Worten «ich bin der Erzengel Michael, von meinem Herrn Jesus Christus gesandt, diesen Ort zu kennzeichnen und zu weihen mit dem Zeichen des heiligen Kreuzes», nahm der Knabe die Gestalt des Erzengels Michael an. Seitdem heißt die Anhöhe, auf der die Kapelle steht, Michaelskreuz.

Anschließend wanderte die Gruppe weiter Richtung Rotkreuz. Der Frühling zeigte sich weiterhin in seiner ganzen Pracht. Überall am Weg lachten uns Blumen entgegen, Schlüsselblümchen, Märzensternen, Osterglocken, usw. Am Ziel angekommen genehmigten wir uns einen kühlenden Schlusstrunk bevor wir mit dem Zug wieder Richtung Wattwil fuhren.

Es war eine eindrückliche, empfehlenswerte Wanderung und Beni Bachmann verdient dafür ein herzliches Dankeschön.

 

Text:   Angelo Knupp

Fotos: Eva Hehli und Ruedi Flotron

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