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Furnerberg

2019-06-13

Beim Bahnhof Schiers, in guter Bündner Luft, stehen 25 aufgestellte Wanderlustige um unsere Wanderleiterin Marie- Louise herum, welche die ersten Infos gibt. Nach dem obligaten Kaffee im Bahnhofbuffet bringt uns das Postauto bis Endstation Hinterberg, die hinter dem Dorf Furna liegt. Die herrliche Sicht auf das Prättigau Richtung Klosters, im Hintergrund der weisse Bergkranz, gibt uns die erste Kostprobe dieses herrlichen Fleckens Erde.

Nun sind die Beine dran und tragen uns kontinuierlich bergauf. Eine Naturstrasse führt uns durch waldige Abschnitte. Moorige Böden wechseln ab mit bunten Wiesen und schon ertönen die ersten Ah‘s und Oh‘s beim Anblick der Blumen, die unseren Weg säumen. Ganze Flecken von kleinen Enzianen, mit ihrem hellen Blau, blühen um die Wette mit ihrem Geschwister, dem dunkleren mit den grösseren Kelchen. Mir wird bewusst, warum gerade blau, und es kann nur dieses tiefe Blau sein, der Tugend der Treue zugedacht wird! Nicht zu übersehen sind auch die Blüten in gelb, rosa, violett… welche Farbenpracht! Das Gewicht unseres Körpers wird angesichts dieses Wunders immer leichter. Nach einer Stunde erreichen wir Scära auf 1711 m ü M. Nun eröffnet sich die Sicht auch auf die andere Seite zu Calanca, Ringelspitz... Weit rechts hinten, in Wolken verhüllt, sind sogar die Churfirsten auszumachen! Nun geht es leicht auf und ab bis zur Alp Rona auf 1745 m ü M, wo feiner Alpkäse feilgeboten wird. Dank des kleinen Aufstiegs zum Mittagsrastplatz „Höhsäss“, nicht weit vom Bergbahngebäude Grüsch-Danusa entfernt, können wir knabbernd die herrliche Aussicht geniessen.

Nun streifen wir durch blumige Alpweiden, deren Gras noch kurz ist. Der kalte Sommerbeginn hat nicht viel zu ihrem Wuchs beigetragen. Sonnengebräunte Walser Häuser stehen verstreut im hellen Grün. Der „Schrägzun“ (Weidenzäune nach alter Walser Art rekonstruiert) windet sich wie eine moderne Skulptur den Hängen entlang. An einem speziellen Punkt können wir gleichzeitig zwei aussergewöhnliche Brücken Graubündens ausmachen. Nach einer angenehm kühlen Waldpartie, wo es sich lohnt, die würzige Luft tief durch die Lungen zu pumpen, erreichen wir den Stutz, ein Walser Haus im Besitz von Marie-Louise und Christian, wo wir willkommen geheissen und reichlich verwöhnt werden mit allerlei Getränken und köstlichen Kuchen. Vielen Dank euch beiden! Solche Überraschungen lassen wir uns gern gefallen.

Herz erfreut nehmen wir die letzte Wegstrecke  bis zur nahen Postautohaltestelle unter die Füsse und tauchen somit ein in den Passagierstrom des öffentlichen Verkehrs – aber mit guten Erinnerungen an einen wunderschönen erlebnisreichen Tag.  Marie-Louise sei herzlich gedankt für die kompetente Führung!

Text:              Felice Bosshard

Fotos:            Eva Hehli, Marie-  Louise Simmen

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