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Ausbildungsabend für Tourenleitende bei Swiss Helicopter und bei Rega

2019-04-04

Am Donnerstag, 3. April trafen sich 15 Tourenleitende von Jo, Sektion und Senioren auf der Helikopterbasis Untervaz. 

Pius Kressibucher hatte die Veranstaltung organisiert, Andreas Senn, Rettungssanitäter der Rega übernahm den Teil Rega und Wiederbelebungsmassnahmen. Pius instruierte uns über die richtige Zusammenarbeit mit der Rega und erklärte uns auch einige technische Details über die Helikopter.

Hier in unsortierter Folge einige Informationen, die ich erwähnenswert finde:

Die Alarmierung über die Nummer 112 (Allgemeiner Notruf/Internationaler Notruf) funktioniert fast immer und überall. Dieser Anruf geht über alle Netze wie Swisscom, Salt, A1 u.a. Sie geht bei jedem Handy, auch ohne dass es entsperrt ist.

SMS an die Alarmnummer 1414 geht auch über alle Netze. Bleibt im Ausgang, bis das Gerät gerade mal Verbindung mit einem Netz hat.

Die Rega –App funktioniert ebenfalls über alle Netze. Sie sendet Koordinaten des Unfallortes genau, auch wenn man sich an einen anderen Ort begeben hat, um besseren Empfang zu suchen. GPS und im Ausland das Rooming und muss eingeschaltet sein. Man wird andernfalls erinnert. Vorteil der App ist die punktgenaue Ortung. Es gab schon oft Missverständnisse, weil viele Namen der Örtlichkeiten unklar sind. Es gibt gar manches Rothorn, allein im Wallis 10 davon. Auch im Ausland werden die Koordinaten erkannt und die nächststehende Nothilfe geschickt, also z.B. die französische Partnerorganisation.

Unser Rega Funk ist beim Materialverwalter Sandro Jenni abholbereit. Wir haben noch vor wenigen Jahren ein neues, leicht zu bedienendes  Gerät angeschafft. 

Vom Ausland wählt man für die Rega die  Telefonnummer +41 333 333  333 und ist dann verbunden mit der medizinischen Beratung und dem Team vom Ambulanzjet.

Die Nummer 144 und andere Notfallnummern kann man auch anrufen um medizinische Beratung zu bekommen, wenn man nicht sicher ist, was zu tun ist. Das ärztliche Personal führt uns gerne zur bestmöglichen Behandlung.

Nicht ansprechbare oder verwirrte Personen soll man durchsuchen, ob z.B. im Portemonnaie ein Ausweis vorhanden ist, der auf eine spezielles medizinisches Bedürfnis hinweist (Diabetiker, Allergien..)

Zum Einweisen des Helikopters hier einige Verhaltensregeln:

Einem vorbeifliegenden Rega-Helikopter nicht winken, auch nicht freundlich. Es kann verwechselt werden und als Hilfezeichen aufgefasst werden. Es ist teilweise sehr schwierig Hilfesuchende aus der Luft zu finden. 

Eine Person übernimmt das Einweisen wenn möglich mit gut sichtbarer Kleidung. Mit gestreckten Armen soll sie ein Y  bilden und den Heli so aufmerksam machen, wo der Notfall ist. Nähert sich der Heli, soll man ihn einweisen, indem man in die Knie kauert, und DORT BLEIBT, ALS WICHTIGER Referenzpunkt für den Piloten. Gerade bei Pulverschnee wirbelt Rotorabwind viel Schnee auf, dass der Pilot auf einen Referenzpunkt am Boden angewiesen ist.  Am Ort verharren ist wichtig, auch wenn ausgewirbelter Staub oder Schnee höchst unangenehm sein können. Empfehlenswert ist, dass sich die Person warm einpackt  und eine Skibrille anzieht. Ist der Heli gelandet, soll man warten bis ein Crewmitglied aussteigt oder die Rotoren still stehen.

Übrige Personen sollen im Rücken des Einweisenden in grossem Abstand warten. Eine Annäherung zum Helikopter muss immer von vorne mit Blickkontakt zum Piloten erfolgen. Leichte Gegenstände wie Mützen und Jacken halten, damit sie nicht in den Rotor gewirbelt werden. Pius erzählte, dass eine Mütze bereits einen Rotoren beschädigen kann. Ein Rotorblatt kostet je nach Helikopter über  60'000.- Fr.

Die Herz-Lungen-Wiederbelebung übten wir unter Anleitung von Rettungssanitäter Andreas Senn praktisch, auch setzten einen Test- Defibrillatoren ein.  Wollen wir eine Person mit einer Wärmedecken schützen, so sollen wir sie möglichst gut einwickeln, allenfalls mit Rucksäcken eine Art wärmende Matratze bilden.

Pius und Andreas bereiteten uns mit dem sehr interessanten Programm einen lehrreichen Abend. Es soll uns auf den privaten  und vor allem auch auf den Clubtouren befähigen, in einem Notfall richtig zu reagieren und die Erste Hilfe-Massnahmen einzuleiten.

Es nahmen teil: Agnes, Beat (Fotos), Carsten, Christoph, Clemens, Hanspeter, Josef, Karl-Heinz, Kurt, Mischa, Reini (Bericht), Rolf, Sepp, Thomas.

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