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SAC Tour auf den Bristen

2016-09-03

SAC Tour auf den Bristen / Wächter des Reusstal (3./4. September 2016)

Der Bristen ist wohl der meist beäugte und promineteste Urner Berg, da er sich den Auto- wie auch den Zugreisenden auf dem Weg nach Süden unübersehbar in den Weg stellt. Da muss man rauf! 

Abfahrt gemütlich mit 2 Autos 8.30 ab Wattwil, Kaffeehalt in Schwyz, mit Ziel Bristen, Parkplatz Golzernbähnli (832 m). Dort hatte Hans noch einige Lebensmittel zu vergeben, die wir mit Aussicht auf einen feinen und ausgiebigen Znacht und Zmorge natürlich gerne in unsere Rucksäcke stopften. 

Los ging es gemächlichen Schrittes dem Etzlibach entlang und dann die 1000 hm in sehr steilem Aufstieg zum Laucherlückli (2200 m). Trotz wandern im Wald floss viel Schweiss und in Gedanken weilte man schon im Bristensee. Zum Glück hatten wir es nicht eilig, boten doch die vielen Heidelbeeren eine willkommene Wegzehrung.

Ein Abstecher auf den „Chli Bristen“ und schon waren die ersten Ahs und Ohs zu hören. Es bot uns ein erster wunderschöner Blick über das Reusstal, senkrecht hinunter zum Parkplatz Golzern, zum nahen Bristensee(li) und bereits zum schnuckeligen Bristenseehüttli (2154 m). Mit Bier, Wein, fliessend Wasser, Holz, Licht, ein luxuriöses WC-Häuschen, 9 Matratzen und Decken bietet diese kleine Hütte alles was Herz und Magen begehrt.

Zuerst den Durst löschen und dann konnte das versprochene und im Preis inbegriffene Wellnessprogramm losgehen. Zum Glück war das Wasser nicht wie prophezeit saukalt sondern wohltemperiert. So wagten alle (ausser Theresli) den Sprung ins erfrischende Nass.

Während die einten noch den Weg für den kommenden Morgen rekognoszierten, nahmen die andern die verantwortungsvolle Aufgabe war, feuern was das Zeug hält und für viel heisses Wasser zu sorgen.

Zum Znacht gab es Hans‘ Pasta-Plausch und dazu durfte ein von unseren Weinkennern sorgfältig ausgewählter, auf das Essen abgestimmter Rotwein nicht fehlen (zum Glück gibt’s App). Der Verdauungsspaziergang auf den Limigrat mit mystischer Aussicht auf die A2 im schönsten Abendlicht und anschliessend Kaffee und Kuchen rundeten das Ganze stimmig ab.

Da der Aufbruch aus einer Selbstversorgerhütte doch bei allem etwas länger dauert, wurde sehr früh Tagwache geblasen. Noch im Dunkeln konnten wir aufbrechen und marschierten Richtung Gemsplanggenstöckli. Die wunderschöne +/- T5 Kraxelei über den Westgrat machte allen Teilnehmern gute Laune. Der Gendarm unterhalb des Gipfels (kurz nachdem die Routen O/W zusammentreffen) bot die grösste Schwierigkeit. Doch mal auf dem richtigen Weg über den Turm, konnte auch diese ohne Seil und Hacken überwunden werden.

Nach gut 2 Stunden gratulierten wir uns auf dem Bristen (3072 hm) zur atemberaubenden Rundsicht. Eine wohltuende Rast bis wir schön ausgekühlt waren, Fotoshooting und im gleichen Stil wie rauf durften wir dann über den Ostgrat wieder runterklettern.

Die Lust auf ein kühles Blondes und Resten essen liess uns nochmals auf der sonnigen Terrasse beim Bristenseehüttli verweilen. Dann hiess es aber endgültig Abschied nehmen und via Blacki / Bristenstäfeli führte uns ein steiler Weg zurück zum Start.

Ein traumhaftes  Weekend und ein traumhafter Berg! Der Bristen einfach unvergesslich.

Herzlichen Dank - Dem Wettergott, der die auf Mittag angesagte Schlechtwetterfront auf den Abend verschob. - Tourenleiter Hans Egli, der die Tour unter erschwerten Umständen der Selbstversorgung durchdacht und umsichtig anführte.

Teilnehmer: Brunner Rolf (Fahrer), Egli Hans (Tourenleiter+Fahrer) Frischknecht Doris, Fritschi Maria (Kuchenbäckerin), Furter Thomas (Fotos), Gehrig Anita, Giger Hans, Sewer Marcel (alias Theres), Reini Wick