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Piz Sesvenna

2016-08-06

Tourenbericht Piz Sesvenna vom 6./7. August 2016

Wir, drei unter 40 (Silia Hollenstein, Alexandra Breu und Hans Giezendanner) und acht über 50 Jahre alt (Marlis Rohner, Pia Schönenberger, Elfride Verbruggen, Pia Hollenstein, Reini Wick, Kurt Rohner, Martin Scherrer und der Tourenleiter, trafen uns in Landquart wo die Fahrt mit der RHB bis Scoul führte. Dort stiegen wir um in das Postauto das uns nach Sur En brachte. Im Hotel Val d’Uina stärkten wir uns mit Kaffee und Kuchen bevor wir den Weg durch das wildromantische Val d’Uina Richtung Schlingenpass unter die Füsse nahmen. Nach 600 Höhenmeter erreichten wir die Alp Uina Dadaint. Mittagslunch war angesagt bei besten Alpprodukten. Eine Gruppe aus Flums spielte auf den mitgebrachten Leichtmetall Alphörnern. Hinter den schönen Alpgebäuden von Uina Dadaint zieht der Wanderweg hinein in die Schlucht mit den imposanten Felspassagen. Auf 600 m Länge und 1,3 m Breite wurden in den Jahren 1908 bis 1910, nach den Plänen des Bündner Ingenieurs Richard Coray, ein Weg in den Fels gesprengt, um den Bauern den beschwerlichen Weg über das Stüratal auf die Alp Sarsura zu ersparen. Leider ist die Route immer mehr von Mountainbikern bevölkert. 

Auf der AVS Schutzhütte Sesvenna wurden wir mit tirolischer Gastfreundschaft empfangen, d.h. mit Willkommens Schnaps und Tiroler Blaskapelle. Kurz vor dem Nachtessen gab es noch Seilkunde von Reini instruiert. Das grosse Thema war Seilverkürzung oder „Babeli“. Das Nachtessen, ein drei Gang Menü war ein Genuss. Dazu ein leichter Vinschgauer Rotwein. Und all dies incl. Bettlager mit WC und Dusche zu einem sagenhaften Preis. Die Einten gingen früh in die Federn, die andern massen sich noch mit den Flumsern bei einem Jass bis spät in die Nacht.

Tagwache um 05.15 Uhr und Abmarsch um 06.00 Uhr. Ein eisiger Wind blies uns auf den ersten 100 Metern Richtung Fuorcla Sesvenna entgegen. Von der aussichtsreichen Fuorcla 2819 m, die uns erstmals den Blick zur Sesvenna 3204 m freigab, stiegen wir ca. 80 m zum Sesvenna Gletscher ab. Nach dem Anseilen und der Steigeisenmontage stiegen wir in einer dreier Seilschaft geführt von Reini, und zwei vierer geführt von Kurt und dem Tourenleiter über den Gletscher, der noch sehr verschneit war bis auf den Ostgrat, in der Scharte zwischen Foratrida und Piz Sesvenna. Der Gipfelgrat konnte frei erklettert werden, erforderte aber Trittsicherheit, umso mehr noch Schnee in den Felsen lag. Vom Gipfel aus genossen wir die Rundsicht mit Markant im Süden den Ortler. Der Abstieg erfolgte über den gleichen Weg bis zum Gletscheranfang. Dann flott hinab durch das malerische Val Sesvenna zur Alp Sesvenna und nach S-charl. Kurz noch einen kalten Schluck Flüssigkeit und ab auf das Postauto nach Scuol. 

Eine abwechslungsreiche Hochtour mit kulinarischen Höhepunkten ging bei stahlblauem Himmel zur Zufriedenheit aller Teilnehmer für den erstmals wirkenden Tourenleitern ohne Zwischenfall zu Ende. Herzlichen Dank an alle Teilnehmer, besonders den Seilschaftsführern.

Der Berichterstatter und Tourenleiter Christoph Gressbach Fotos von Marlis Rohner