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Hochtour Piz Quattervals

2016-07-02

Als Hochtouren-Neuling habe ich die Ehre bekommen das Tourenbericht zu schreiben und werde also mal meine Eindrücke beschreiben. Für diejenige die es genau wissen möchten, habe ich am Schluss die Eckdaten noch aufgeführt.

Die anderen 9 Mitglieder habe ich im Landquart getroffen, einigen sogar  „alten Bekannten“. Nach einer kurzweiligen Reise sind wir beim unromantischen  Name „P3“ an der Ofenpassstrasse ausgestiegen und dann ging es laufend weiter.  Jetzt dachte ich, dass es bei einem Hochtour nach oben gehen würde. Das war schlichtweg falsch gedacht! Es ging erst einmal ordentlich runter und am andere Seite der Fluss sehr ordentlich hoch. Währenddessen bekam ich von  Pia, Reini und auch Bettina, eine Nachhilfestunde in Blumennamen. Beim ersten Rast beobachteten wir (und wurden selber beobachtet von) grossen Herden Hirschen, Gämsen und auch Murmeltieren. Und dann ging es wieder runter (also doch kein Hochtour, eher einen Tieftour) zur Blockhütte Cluozza, gut versteckt im Lerchenwald. 

Die Zeit bis zum Abendessen ist vielseitig benützt worden, mit Schönheitsschläfchen, Dinosaurier-spuren im Felswand anschauen, der kleine Ausstellung über Flora und Fauna im National Park bewundern, sich durch das Kuchenbuffet essen,  die diverse Getränke dazu ausprobieren und das fast obligatorische Jassen, mit Variationen Ramschen und Grapschen (oder habe ich das falsch verstanden?)

Zum Ziel der Tour ging es am Sonntagmorgenfrüh. Der Quattervals noch in einer Daunendecke gehüllt aber wir alle (mit erleichterten Rucksack) wollten das Kerrli doch mal aufwecken und sind losmarschiert. Zur Abwechslung erst mal wieder runter!  zum nächsten Fluss aber dann ging es richtig lang hoch. Durch Lerchenwald, über Steine und Geröll, Schneedecken und schlussendlich steil hoch über die Flanke. Der Spur war gut ausgetreten, nicht einmal Steigeisen waren notwendig. Nach ein bisschen Kletterei standen wir dann alle nach gut 3 ¾ St glücklich und munter rundum das wackelige, mickerige Gipfelkreuz im strahlenden Sonnenschein mit Aussicht auf die Berninagruppe und viele andere Berggenossen.

Der Abstieg wurde von mehreren (ich voran), wegen der Steilhang und ohne Steigeisen, mit Respekt entgegengeschaut  aber nach einem kurzen Übergang zur Grat wurde es von da an sogar recht lustig!

In dem aufgeweichten Schnee liess es sich wunderbar mit Riesenschritten schnüürlistracks hinunter stapfen oder sogar rutschen. In einer fast rekordverdächtigen Zeit waren die ersten wieder unten. Bettina muss da eine sehr spezielle Technik gehabt haben, denn in der Jacke von Reini auf dem Sie gerutscht ist, war seine teure Lesebrille! Und auch der kam zusammen mit Bettina unversehrt wieder im Steingeröll an wo es erst wieder einen kurzen Rast gab vor es zur Hütte zurück ging zur Abholen der Hinterbliebene Rucksack Inhalte und natürlich ein kühlendes Bier . Denn die Sonne arbeitete mittlerweile, so wie es sich gehört in einem Hochtourwochenende, auf Hochtouren.

Die Strecke zu Zernez via den direkten Weg, man rate es schon, ging erst mal wieder runter ! zur Fluss damit es dann nachher so schön wieder ansteigen kann. Nach einem letzten Blick (Bella Vista) zurück auf das National Park, und am Schluss der Tour geschützt vor der Sonne im Wald, kam die Gruppe häppchenweise auf dem Bahnhof von Zernez an, kurz vor Abfahrt der Zug Richtung Norden.

Es reichte gerade noch für das eine oder andere Eis oder Erfrischungsgetränk, vor wir uns in den tropische Hitze der Zug Wagon ein Plätzchen suchen mussten.

Es war mal wieder ein unvergessliches Wochenende. Meine nächste Tour ist schon gebucht!

Ein spezielles Dankeschön an Hans für die „Rundum-Versorgung“ und das Organisieren und alle anderen für die gemütliche Stimmung und Gesprächen, das Lachen, etc.: Bettina, Reini, Pia, Doris, Thomas, Marlis, Christoph, Noldi.

Elfride.

Und dann hier im Anhang die versprochenen Daten;

Samstag 10.00; P3 1768m 

Plan Praspöl, Brücke; 1648 M, Fuorcla Murter; 2045 M, fast Auge im Auge mit; Hirschs Stiere 15 ST. Hirschkühe 15 St. Gämse 10 St. (also nur fast, das Fernrohr war dazwischen), Cabanna Cluozza; 1882 m, am Piz dal Diavel: 14 Dinosaurier Fährten mit mehr als 200 Fussabdrücke. Ein Teil davon ist gut sichtbar

Sonntagmorgen 6.30 h: Minus 50 M über die Brücke. Durch das Vallettatal hoch bis zum Piz Quattervals auf 3165 M. Ankunft: 10.15 h. Und das Ganze wieder zurück zur  Hütte. Ankunft: 13.30 

Abmarsch Richtung Zernez um 14.20 h. Wieder ca. minus 100 M und anschliessend auf der andere Flussseite 300 (bis 2126 M) hoch mit der Krönende langgezogen Abstieg auf Zernez; 1473 M

Nur der Sonntagsmarsch beinhaltet; 38.501 Schritte, 30,86 KM, die Höhendifferenz entspricht 366 Stockwerken

(Mit Dank an der Health-App von Pia)