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Mogelsberg - Ganterschwil

2016-06-02

Es regnet, als sich kurz nach acht neun wetterfeste Wandersleute um Wanderleiter Peter Weber scharen. Wie lange der Regen wohl anhalten wird? Die Meteo-Voraussagen lauten unterschiedlich und machen die Ausgangslage spannend. Hinsichtlich abendlichem Schuhe-Putzen ist die Sachlage aber eindeutig: Auch Putzmuffel werden an die Arbeit gehen müssen.

Mit Pelerine oder Schirm ausgerüstet geht es zuerst auf die andere Bahnseite Richtung Nassen nach Bolten. Den Blick auf den Boden geheftet, steigen wir eine Wiese bergauf, gilt es doch nicht nur Wasserpfützen, sondern auch die Spuren unserer Vorgängerinnen zu umschiffen. (Bestimmt haben es alle erraten, Kühe waren es, welche den Weg auf ihre Art markierten.) Begehen auf eigene Verantwortung, sagt eine Wanderin, worauf der SAC-Spassvogel erwidert, er habe diese zuhause auf dem Küchentisch liegen gelassen.

Kurz nach Bolten (der Regen hat zum Glück aufgehört) der erste Höhepunkt der Wanderung: das Naturschutzgebiet Jomerbachtal (Grüenholz) der schweizerischen Stiftung für Vogelschutz, bewirtschaftet von Reto Zingg, Bauern aus der Umgebung und ein paar andere, zum Beispiel Peter Weber. Wir haben das Glück, dass die Büschel Frauenfinkli in voller Blüte stehen. Frauenfinkli? So nannte die damals  noch  junge Tochter einer Wanderin diese wunderschöne wilde Orchidee - wie passend!

Beim Aufstieg über Dottwil zum Höhenweg Schauenberg geniessen wir die Aussicht auf Berge, Hügel, Weiler, Dörfer, teils real, teils der Wolken wegen in der Fantasie. Bald schon folgt der zweite Höhepunkt: Auf dem Winzerberg dürfen wir in einer warmen Stube picknicken und werden dann bei Kaffee, Tee, heisser Schokolade oder Ovi mit einem feinen Schlorzifladen und Schoggikuchen verwöhnt. Heidi, du bist eine wunderbare Gastgeberin – herzlichen Dank für die Bewirtung!

Der dritte Höhepunkt folgt sogleich:  der Abstieg  nach Tufertschwil durch das wild romantische Sägenbachtobel; dann geht es weiter nach Ganterschwil. Die ganze Wanderung (circa 25 000 Schritte, 421 m Auf-, 550 m Abstieg) war wunderschön. Herzlichen Dank, Peter, für diesen Naturgenuss!

 

Text:   Catherine Lieberherr

Fotos:  Eva Hehli