2026-01-25
3 Skitourentag um Splügen 24.-26.01.26
«Das Beste aus den Verhältnissen zu machen und vor Ort schauen, was möglich ist.» Dieses oder ein so ähnliches Motto wurde wohl am Samstag in den Autos bei der Anfahrt nach Splügen festgemacht. In Splügen angekommen, lag auf Höhe der Talstation kaum Schnee und die Wolken verschlangen die Bergspitzen weitgehend. Ganz nach dem erwähnten Motto starteten wir unsere erste Tour nach einer kurzen Kaffeepause mit der Gondelbahnfahrt auf die «Tanatzhöhi». Nach einer wohlverdienten; ) ersten Abfahrt auf der Piste zur Tamboalp wurden die Felle montiert und der Aufstieg begann. In angenehmem Tempo führte uns Florian, dank der aktuell spärlichen Schneeverhältnissen, wortwörtlich auch über so manchen Stock und Stein in Richtung Guggernüll. Auf ca. 2700 hm machten wir aufgrund zunehmend schlechter werdender Verhältnisse dann rechtsumkehrt und genossen den Umständen entsprechend einer tollen Abfahrt mit einigen unverhofften Pulverschwüngen. Ironischerweise begann sich das Wetter in diesem Moment zu bessern. Zurück bei der Tamboalp erlaubte uns die Bahnkarte sogar noch zwei Abfahrten auf der Piste und ein gemütliches inzwischen sonniges Einkehren auf der Tanatzhöhi. Nach einer erholsamen Nacht im Seehotel Sufers machten wir uns am zweiten Tag ab San Bernadino auf der verschneiten Passtrasse in Richtung Marscholhorn auf. Südlich des San Bernadino lag definitiv mehr Schnee als in Splügen und es hatte auch in der Nacht noch einige Zentimeter Neuschnee dazugegeben. Wir genossen die romantisch verschneite Landschaft und stiegen bis ca. 100 m über die Passhöhe auf, woraufhin wir auch am zweiten Tag aufgrund der schlechten Sichtverhältnisse umkehrten. Dank Florians und Martins sicherem Geleit kamen alle unversehrt wieder unten an. Nach zwei Tagen durchzogenem Wetter belohnte uns die Sonne am Montag und begrüsste uns bereits am Morgen zusammen mit strahlend blauem Himmel. Mit Sack und Pack verliessen wir das Hotel, um erneut von San Bernadino aus anzulaufen. Es ging in Richtung Piz Uccello. Dank Florians Spurkünsten liefen wir in gemütlichem Tempo und gelegentlicher Tierspuranalyse bis auf ca. 2500 m ü. M und drehten etwas unter dem Gipfel, zum sicheren Schutz von möglichen Lawinen, um. Wir genossen die fast 1000 Höhenmeter Abfahrt mit den vielen Pulverschwüngen sehr und konnten unser Glück kaum fassen. Zuletzt wurde das Tourenwochenende mit Anstossen im Restaurant in San Bernadino beendet, bevor sich alle auf die Heimreise machten. Wir danken Florian und Martin herzlich für die tolle und sichere Leitung dieses gelungenen verlängerten Wochenendes.