× Login

Gruppen

Tourenprogramm

Clubhütte

Kletterwand

Wissenswertes

Neue Website

Seit Februar ist nun unsere neue Website online - wir freuen uns auf euer konstruktives Feedback!

Stockberg statt Fideriser Heuberge

2014-02-02

Mit etwas gemischten Gefühlen hatten wir die Wetterprognosen verfolgt. Schon am Freitag Abend war klar, dass wegen Wetter - und Schneeverhältnissen die geplante Tour in die Fideriser Heuberge (wenig Aufstieg für VIEL Abfahrt...) nicht ideal war. Thomas schlug als Alternative den Stockberg vor und die meisten waren dabei. So füllten wir an diesem Sonntagmorgen das sonst ruhige Posti von Nesslau Richtung Schwägalp. Juhui, es hatte in der Nacht begonnen zu schneien. Vielleicht mussten wir den Schnee nicht suchen auf der Abfahrt! In der Bernhalde/Lutertannen waren wir erstaunt, dass der Parkplatz voll war. Eine grosse Gruppe war schon vor uns! Wir würden um den Schnee für die Abfahrt kämfen müssen! Aber die grosse Gruppe entpuppte sich als Lawinenhundprüfung, wie wir kurz darauf entdeckten. Der Stockberg gehörte uns! Es schneite fein, die Landschaft war bezaubernd winterlich und liess uns die für Januar untypisch grünen Hänge der letzten Woche vergessen.

Die JO Leute gaben das Tempo an und zogen ohne Verzögerung los. Mein 'Motor' brauchte ein bisschen mehr Anlaufzeit und so dachte ich: nicht schon wieder zu hinterst bei diesem gemächlichen Aufstieg zum Risipass! Aber nach einer Weile fand ich meinen Rhythmus und mit einer Abkürzung holten wir die Vorhut wieder ein. Den ersten Halt gab es auf dem Risipass unter ein paar grossen Tannen. Der Schnee rieselte noch immer und plötzlich fühlte man die Kälte und vor allem die Feuchtigkeit und war froh um den heissen Tee. Der Nebel wurde dichter. Zeit um kurz aufzutanken und ein paar Blasenpflaster aufzukleben. Kaum versorgt und noch ein paar Gummibärchen kauend nahmen wir die die letzten, steileren 300 Höhenmeter in Angriff. Die schnellere Vorhut war für mich schon bald ausser Sicht und so beschloss ich in meinem Rhythmus das Schlusslicht zu sein. Vor mir Thomas unser Leiter, der meinen Sohn Finn durch seine ersten Spitzkehren anleitete und ihn moralisch unterstütze. Es war Finns erste Skitour und die Schmerzen der Blasen von den ungewohnten Schuhen machten den Aufstieg für ihn wohl nicht einfach. Mein Geburtagsgutschein (eine Skitour mit mir zu machen) kam ihn teurer zu stehen, als er gedacht hatte. Ich hatte ihm von Sonne, Pulverschnee, unberührten Hängen vorgeschwärmt- von Blasen und Spitzkehren hatte ich nie etwas gesagt...

Das Grau des Nebels erschien nun etwas heller und kaum zu glauben gerade als wir die Krete erreichten kämpfte sich die Sonne durch die Wolken und ein kleines bisschen Blau war zwischendurch zu erkennen. Bald erreichten wir das Gipfelkreuz und sahen den Nebel unter uns - der Säntis ragte etwas weiter hinten (ich will mich da nicht auf die Äste der Windrichtung hinauslassen...) wie ein Himmelsschloss aus den Wolken.

Sandwich, Schoggi, Heisser Tee und eine paar Schichten wärmere Kleidung und vor allem kein Wind, liessen uns die Pause auf dem Gipfel geniessen. Gestärkt nahmen wir die Abfahrt unter die Skis.Vor uns ein paar schöne Hänge mit einer weichen, unberührten Schneedecke (- oh ja, wir waren die einzigen :-) ), wenn auch nach unseren 15 Spuren recht viel Gras zum Vorschein kam... Kleine Hügel, Bäume, Wurzeln, Grenzmäuerchen, Zäune kombiniert mit unterschiedlicher Schneedecke und -Qualität machten die Abfahrt auf jeden Fall kurzweilig. Ich staunte den anderen nach, wie elegant und sicher sie diese Hindernisse umschifften rsp umskifahrten. Vor allem die Leichtigkeit und Eleganz mit der Benedikt auf seinen Telemarkskis zu Tal schwebte beeindruckte mich sehr. Ich erinnerte mich kurz an meinen einzigen Nachmittag mit Telemarkskis vor ein paar Jahren, welchen ich vorwiegend lachend auf dem Bauch verbrachte... Ich war so konzentriert mit dem nun etwas schwereren Schnee klarzukommen, dass ich ganz erstaunt war, den Talboden plötzlich nahe zu sehen. Zu schnell war die Abfahrt vorbei. Schon kurz nach Mittag waren wir unten und konnten gleich aufs Posti zurück nach Nesslau steigen.

Leiter: Thomas Jenni Teilnehmer: Regula Arpagaus, Thomas Furter, Donat Widmer, Finn Luty, Marco Gisler, Guido Kaiser, Franzsika Schawalder, Conny Britt, Florian Keller, Benedikt Hungerbühler, Debby Gmür, Gregor Metzger, Walter Hums, Anny Luty (Text)