Schesaplana (2965 m)

31.August.2019 00:00:00

Dank Auto und Luftseilbahn gelangen wir ohne besondere Anstrengung von unserem Treffpunkt in Brand zum Lünersee auf rund 2000 Metern über Meer. Mild ist's, der Föhn spürbar, im Süden drohen erst in weiter Ferne die Wolken. Noch herrscht schöner Sonnenschein. 

Unser Ziel ist die Schesaplana, rund 1000 Meter höher gelegen. Eine erste Rast legen wir bei der Totalphütte ein. Deutet ihr Name auf die fehlende Vegetation hin? Ab hier wird's nämlich karg, wir sehen nur noch Felsen und Geröll. Den schönen Samstag nutzen noch andere Leute für einen Ausflug in die Berge – auf dem Weg herrscht reger "Verkehr". Trotzdem geht's auf dem Gipfel, wo wir Mittagspause machen, friedlich und gemütlich zu und her. Wir freuen uns über die tolle Aussicht; zu nennen sind etwa die nahen Berge des Rätikons, der Piz Kesch an der Grenze zum Engadin, die Stadt Chur mit ihrem Hausberg Calanda oder die Alviergruppe. 

Im Abstieg gelangen wir bald zum stark ausgeaperten Brandner Gletscher. Der wiederum warme Sommer hat auch ihm zugesetzt. Die Traversierung führt teils über blankes Eis. Gegenüber erreichen wir den Leibersteig. Auf dem etwas ausgesetzten aber gut gesicherten Pfad gelangen wir zur Oberzalimhütte. Hier schauen wir nochmals ehrfürchtig auf die über uns fast senkrecht aufragende Felswand. Wie ist es möglich, diese zu durchqueren? Es bliebe für uns ein Rätsel, hätten wir es nicht gleich vorher selbst gemacht.

Auf Alpstrassen wandern wir nun nach Brand. Nicht unweit schlägt ein erster Blitz ein, begleitet von einem kräftigen Donner. Just als wir unsere Autos erreichen, beginnt es zu regnen. Karl-Heinz Knappe als unser Tourenleiter hat alles bestens organisiert, vom Wetter bis zur alpinen Wanderung – und uns dabei ein beglückendes Erlebnis geboten. Vielen Dank!

Teilnehmer: Franz Broger, Rolf Brunner, Beat Jetzer, Elisabeth Keller, Melanie Kuratli, Heidi Schiess, Annelies Zwingli, Philipp Moser.

Text: Philipp Moser
Bild: Karl-Heinz Knappe

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