Rosenhorn

29.Juli.2017 00:00:00

Mit Vorbehalt auf die Ankündigung des Wetters (gewitterhaft), reisten wir mit grosser Vorfreude ins Berner Oberland. Bei der Rosenlaui, trafen wir auf die anderen Teilnehmer.

Bevor es dann mit dem Postauto um 12.00 Uhr weiter ging, nahmen wir einen Muntermacher zu uns. Während wir bei der grossen Scheidegg eine Fahrpause machten, um die Eigernordwand zu bestaunen und wir die Kamera zückten, genoss der Chauffeur eine Zigarette. Bei der Abzweigung Gleckstein stiegen wir aus und wanderten los. Die abwechslungsreiche Tour bis zur Glecksteinhütte begeisterte unser Gemüt. Denn wir begaben uns auf schmalem Weg, mussten uns hinter einem Wasserfall durchschlängeln, damit wir nicht ganz eine Dusche erwischten. Doch es wäre auch egal, denn die Sonne brannte auf uns herab. Auf diesem Hüttenweg gibt es den leisesten Wasserfall, denn ich je gesehen habe.

Je weiter wir hoch stiegen, desto mehr nahm die Bergblumenvielfalt zu. Wir bewunderten Glockenblümchen und die geschützte Blume Edelweiss. Der Grindelwaldgletscher in der Weite und im Bildvordergrund blühende Edelweisse: Was für ein Fotomotiv!

In der Glecksteinhütte warteten die Liegestühle auf Besetzung. Aber Ramon liess uns keine Ruhe. Das Wetterapp prognostizierte, dass bald ein Gewitter kommen wird und wir wollten noch schauen gehen, was für ein Zustieg zum Gletscher uns in der Frühe erwarten wird.

Ja, dieser Zustieg geht abwechslungsreich weiter. Es hat Bäche mit viel Wasser  zu überqueren, Leitern, um hoch zu steigen, und Stifte, damit wir uns halten konnten.

Mulmige Bäuche auf morgen bzw. darauf, im Dunkeln diesen T4-Weg zu begehen, das  ist nicht ganz ohne. Das gute Omen bekamen wir von oben: Einen Regenbogen konnten wir in voller Pracht geniessen der uns bedeutete, dass alles gut kommen wird.

Schon um 18.30 Uhr war Abendessenszeit. Im gemütlichen Gletscherstübli durften wir uns verköstigen lassen. Eine Suppe erwärmte unsere hungrigen Bäuche, dann Salat und zum Hauptgang: Zarter Braten, Karotten und feiner Kartoffelstock. Zum Dessert gab es Apfelmus mit Sahne. Das Personal war äusserst gastfreundlich.

Mit Jassen und Bestaunen des Sonnenuntergangs verging der Abend geschwind.

Um 3.30 Uhr klingelte uns das Natel wach. Nach dem Frühstück standen alle um vier Uhr mit der Stirnlampe parat. In Gänsemarsch zogen wir los auf dem Beesibärgliweg und Ramon bringt uns beim Schein der Stirnlampe sicher erst über Gras, dann über Stock und viel Stein zum Grindelwaldgletscher. Dann gingen wir in zwei Seilschaften über die Rosenegg und von dort zum Rosenhorn. Einige wilde Gletscherspalten mussten umgangen werden. Am Schlussgrat gingen wir am kurzen Seil trittsicher zum Gipfel 3688 m hoch, wo wir  die Aussicht auf bekannte Berggipfel geniessen konnten. Auch Nachschub an Energie brauchten wir, damit wir den Abstieg über den Gletscher angehen konnten. Wir überquerten den Tossensattel und schonten  unsere Knie auf dem Schlussteil mit Rutschen über die Schneefelder. In der Dossenhütte konnten wir feinen Aprikosenfladen schlemmen. Die Wetterprognosen zeigten, dass wir uns keine lange Pause gönnen konnten. Doch das Gewitter war schneller da und wir entschieden uns die ersten Gewitterzellen abzuwarten. Dann sollte es eine Stunde trocken bleiben, bevor "es" nochmals kommen sollte. So war es dann auch. Wir waren am Ende des klettersteigähnlichen Abstieges und der Helm diente uns gut als Schutz gegen die Hagelbölleli. Die Stimmung war beängstigend, wie ein Ungeheuer. So schnell kann es in den Bergen eine Wetteränderung geben! Nach diesem ca. 20 Min. dauerndem Unwetter strahlte wieder die Sonne. Glücklich und müde erreichten wir den Parkplatz Rosenlaui. Mit einem Schlusstrunk ging es auf den Nachhauseweg.

Einen grossen Dank an Ramon und Karsten, die die Seilführung sowie die ganze Tour leiteten. Es war megaultragenial!!!!

Leiter: Ramon Büchel und Karsten Kluzcinki

Teilnehmer: Angehrn Margrit, Boller Judith und Daniel, Giger Alice und Hans

Berichtschreiberin und Fotographin: Alexandra Breu

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