JO Canyoning

17.September.2017 20:00:00

JO Canyoning (16./17. Sept. 2017)

Am Samstagmorgen traf man sich in Amden und während einige noch verschlafen umherblickten, zwängten sich die Ersten schon in die ultra engen Neoprenanzüge. Einige sogar zweimal, wenn sie ihn nicht zuerst richtig gedreht hatten. Darauf folgte eine kurze Einführung in die Zeichensprache des Canyoning bis das Postauto daher kam und wir hineinsprangen. Nach der Fahrt wurde das Material kontrolliert und weitere Instruktionen abgegeben. Das heisst: Die roten Anzüge dürfen alles und die blauen sollen sich immer doppelt sichern, das Seil nie loslassen, erst springen und rutschen wenn kontrolliert wurde, dass sicher kein Stein im Wasser ist und so weiter. Aber es so richtig tschäderere looh dürfen auch die Blauen.

Unter der Brücke befand sich dann die erste Abseilstrecke und dort lächelten auch alle noch mit Vorfreude. Ein paar Höhenmeter weiter unten befand sich aber ein eiskalter, tiefer Pool und bald war das Lächeln bei den Männern verschwunden. Die Frauen wurden aber vorerst verschont und bevor sie die Wasseroberfläche berührten vom Bergführer hinausgezogen.

Im Wasser ging es dann rutschend und springend mit dem Strom und als sich dann die Kälte langsam einschlich, wurde ein gefundener Fussball gekonnt die Schluchtwände hinaufgetschutet. Per Zufall kam es auch zu einem doppelten Kopfball. Viel zu schnell war aber die abwechslungsreiche Schlucht schon zu Ende, wir stolperten dann die Böschung hinauf und liefen zu den Autos, wo die Anzüge ausgezogen wurden.

Die Fahrt nach Frümsen wurde in Angriff genommen und dort wurden auch alle sogleich von der Köchin mit wunderbaren Älplermagronen und vielen Kuchen versorgt. Die Abendunterhaltung reichte dann von Gipfelwein, Trochodialfräsen und Nasenböög bis hin zum Lichtschatten, Zwillingsseil und Sturmklammern. In die Nacht hinein wurde viel gelacht und als die Besucher sich auf die Suche nach einem Schlafplatz machten, fanden sie den Sitzplatz mit dem kalten Steinboden am besten.

Am nächsten Morgen wurde dann ausgiebig gefrühstückt bis wieder alle in den Autos sassen und Richtung Flums fuhren. An der Tankstelle wurde für ein Kaffee gehalten und dann ging es immer weiter den Berg hinauf. Am Ausstieg zwängten wir uns wieder in die nassen und kalten Anzüge, fuhren mit dem Auto bis zum Einstieg hinauf und spazierten noch ein paar Minuten bis zum Bach. Bald tauchten wir in den gespenstigen Nebel ein und später begann es leicht zu regnen. Bei diesen mehr oder weniger perfekten Bedingungen ging es von einer Abseilstrecke zur Nächsten und früher oder später spürten viele weder Hände noch Füsse. Um die Wartezeit zwischendurch zu verkürzen wurden Steinmännchen gebaut, sämtliche Höhlen unter den Wasserfällen erforscht und kurze Strecken gegen den Strom wieder hinaufgekämpft. Zwischendurch gab es auch immer wieder eine Wasserschlacht und als der Bach unter einer kleinen Brücke hindurchging, bekamen wir sogar Zuschauer. Letztere blieben sicher eine halbe Stunde stehen, bis sie uns Verrückte nicht mehr sahen.

Als wir aus der Schlucht ausstiegen, ging es durch den Wald und über Stock und Stein bis zu einer steilen Wiese, welche wir mit Schwung auf der Gstältliplache hinunterrutschten. Bald waren wir beim Auto, hüpften aus den Anzügen und fuhren mit trockenen Kleider ins Tal hinunter.

 

Dieses Wochenende werden alle in Erinnerung behalten und mit besonderem Dank an die Roten: Dominik, Christoph und Erik die uns stets beiseite standen.

Die Blauen/ kreativen Kindsköpfe: Mischa, Donat, Martin, Jeremias, Stefan, Pascal, Fabienne, Katja & Saskia

 

(Bericht von Saskia Lehner)

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